22.02.2016 08:00
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DAX® - Hängt am seidenen Faden

Hängt am seidenen Faden
Zum Abschluss einer erfolgreichen Woche setzten beim DAX® Gewinnmitnahmen ein. Damit blieb dem Aktienbarometer die Rückkehr in den Abwärtstrendkanal seit April 2015 (untere Begrenzung akt. bei 9.511 Punkten) verwehrt, die wir als zwingende Voraussetzung für die Fortsetzung des jüngsten Erholungsimpulses ansehen. Vielmehr rücken die wichtigen horizontalen Auffangmarken in Form der Tiefstände vom Januar 2015 sowie vom August/September vergangenen Jahres bei 9.338/25/15 Punkten wieder in den Fokus. Ein Rebreak dieser Bastion würde den zuletzt verbesserten Aussichten der deutschen Standardwerte eine echte Breitseite verpassen. Übergeordnet droht dann sogar die Aufwärtsreaktion der letzten Tage im Sande zu verlaufen, so dass die zu Beginn der vergangenen Woche gerissene Kurslücke (untere Gapkante bei 8.968 Punkten) bereits wieder zur Disposition stünde. Von dieser Unterstützung ist es dann kaum mehr als ein Wimpernschlag bis zum langfristigen, im März 2009 etablierten Aufwärtstrend (akt. bei 8.816 Punkten). Vor diesem Hintergrund absolvieren die deutschen Standardwerte derzeit eine absolute Gratwanderung mit den Signalmarken bei 9.511 bzw. gut 9.300 Punkten.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Bisher lediglich eine Gegenbewegung
Der Chartverlauf des Nikkei verdeutlicht eindrucksvoll, welch wichtiges charttechnisches Porzellan ?in den letzten Wochen zerschlagen wurde. Beispielhaft sind an dieser Stelle der Bruch des Aufwärtstrends seit Herbst 2012 sowie die inzwischen deutlich fallende 38-Wochen-Linie (akt. bei 18.928 Punkten) ins Feld zu führen. Am schwersten wiegt aber sicherlich die abgeschlossene Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart), zumal der Abschluss des oberen Umkehrmusters, durch "short" positionierte Trendfolger wie beispielsweise MACD und Aroon begleitet wird. Damit ist im Umkehrschluss auch klar, was aus technischer Sicht passieren müsste, um die Trendwende zu vollziehen: Eine Rückeroberung der Nackenzone – und damit eine Negierung der beschriebenen Toppbildung – definiert durch die Tiefpunkte Januar und Oktober 2015 bei 16.593/901 Punkten – ist deshalb die absolut notwendige Voraussetzung für eine nachhaltige Wende zum Besseren. Ohne diesen Befreiungsschlag müssen technisch motivierte Anleger unverändert von einem kalkulatorischen Abschlagspotential bis in den Bereich von rund 13.000 Punkten ausgehen.
 
 
  Nikkei 225 (Weekly)  
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„morning star“
Seit dem Hoch von Ende 2013 bei 74,73 USD befindet sich die Twitter-Aktie im Rückwärtsgang. Mit 13,91 USD musste der Technologietitel zuletzt sogar ein neues Verlaufstief hinnehmen. Auf dieser Basis mehren sich aktuell aber die Anzeichen für eine Gegenbewegung. In erster Linie sind in diesem Zusammenhang Candlestick-Aspekte anzuführen. So bildete das Papier Mitte Februar ein klassisches „Hammer“-Umkehrmuster aus. Doch nicht nur das: Die letzten drei Kerzen bilden zusammen zusätzlich einen sog. „morning star“. In der Summe sind die Chancen auf eine Aufwärtsreaktion als „günstig“ zu bezeichnen, zumal verschiedene Indikatoren eine entsprechende Erholung begünstigen. Neben der positiven Divergenz seitens des MACD möchten wir den rekordgroßen Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band hervorheben. In der Vergangenheit waren weit auseinanderliegende Begrenzungen des Volatilitätsindikators häufig ein Indiz für einen reifen Trend. Als erstes Erholungsziel bietet sich das Tief vom August 2015 bei 21,01 USD an, ehe der steile Baissetrend seit Mai 2015 (akt. bei 22,98 USD) ins Blickfeld der Investoren rückt.
 
 
  Twitter (Weekly)  
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