23.02.2016 08:00
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DAX® - Erneutes Aufwärtsgap

Erneutes Aufwärtsgap
Der Wochenauftakt kann beim DAX® als gelungen bezeichnet werden. Dazu trägt vor allem die gestrige Aufwärtskurslücke bei 9.474/77 Punkten sowie die Rückkehr in den seit dem bisherigen Allzeithoch vom April vergangenen Jahres bei 12.391 Punkten bestehenden Abwärtstrendkanal (untere Begrenzung akt. bei 9.505 Punkten) bei. Manchmal geht es eben doch schneller als erwartet: Dank der beschriebenen Weichenstellung ist die gestern diskutierte „Gratwanderung“ der deutschen Standardwerte erfolgreich beschritten. In der Summe sehen wir weitere Erholungschancen, die das Aktienbarometer durchaus bis in Schlagdistanz zur nächsten wichtigen Widerstandszone aus der 50-Tages-Linie (akt. bei 9.853 Punkten) und dem Hoch vom 28. Januar bei 9.905 Punkten tragen können. Unter die Arme greifen würde dem DAX® dabei eine erfolgreiche Bodenbildung im Chartverlauf des S&P 500® (siehe Analyse unten). Als Absicherung auf der Unterseite bietet sich für unsere heimischen „blue chips“ die eingangs erwähnte Haltezone bei rund 9.500 Punkten an. Für noch wichtiger halten wir allerdings die alten Tiefs vom August/September 2015 und Januar 2016 bei 9.338/25/15 Punkten.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Etwas mehr Hoffen als Bangen
In den letzten Analysen zum S&P 500® hoben wir stets die Bedeutung der Unterstützungszone aus den Tiefs bei 1.821/12 Punkten, der 200-Wochen-Linie (akt. bei 1.793 Punkten) und einem Fibonacci-Retracement (1.788 Punkten) hervor. Da deren nachhaltiges Unterschreiten nach wie vor eine Toppbildung mit einem kalkulatorischen Rückschlagspotential bis in den Bereich der alten Ausbruchsmarken in Form der Hochs aus den Jahren 2007 und 2000 bei 1.576/53 Punkten impliziert, muss die angeführte Bastion unverändert zwingend verteidigt werden. Die jüngsten beiden „Hammer“-Umkehrmuster nähren nun aber die Hoffnung, dass das Aktienbarometer auf dieser Basis (zumindest) temporär einen Boden gefunden hat. Nachdruck würde dieser Einschätzung ein Spurt über die Kombination aus dem jüngsten Erholungshoch bei 1.947 Punkten und der 50-Tages-Linie (akt. bei 1.952 Punkten) verleihen, wodurch ein kurzfristiger Doppelboden zum Abschluss käme. Rückenwind erhält eine positive Weichenstellung durch die synchronen Einstiegssignale seitens des MACD und des Aroon. Gelingt der Befreiungsschlag, fällt der größte Abgabedruck vom S&P 500® ab und es ergibt sich ein Anschlusspotential von rund 130 Punkten.
 
 
  S&P 500® (Daily)  
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Innenstäbe als Leitplanken
Im „Daily Trading“ vom 11. Februar wiesen wir auf das „false break“ der HeidelbergCement-Aktie hin, der eine mögliche Toppbildung negierte. Im Zuge des folgenden „fast move“ gelang es der Aktie allerdings nicht, die 200-Tages-Linie (akt. bei 69,44 EUR) nachhaltig zu überwinden. Vielmehr „setzte“ die dynamische Kerze im Dunstkreis der Glättungslinie die Leitplanken für die Handelsaktivitäten der letzten Tage, indem die Schwankungsbreiten zuletzt jeweils innerhalb der High-Low-Spanne vom 16. Februar verblieben. Da die o. g. Glättungslinie zusammen mit dem entsprechenden Hochkurs bei 69,84 EUR eine markante Widerstandszone bildet, dürfte deren Überwinden weiteres Aufwärtsmomentum in Richtung der jüngsten Hochs bei rund 76/77 EUR entfachen. Auf der Unterseite sollten Anleger dagegen die jüngste Kurslücke bei 63,62/62,97 EUR beachten, denn ein Schließen des Gaps – verbunden mit der negativen Auflösung der beschriebenen „inside days“ – würde die Erholung der letzten Tage beenden und das Risiko einer möglichen Toppbildung wieder spürbar anschwellen lassen. Die untere Gapkante bietet sich deshalb als Orientierungshilfe an, um die Gewinne seit dem eingangs angeführten „Fehlausbruch“ zu realisieren.
 
 
  HeidelbergCement (Daily)  
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