| Gezeitenwandel? |
| Von Zeit zu Zeit beleuchten wir im „Daily Trading“ den Haikin Ashi-Chart der deutschen
Standardwerte. Das hat folgenden Hintergrund: Da diese Chartdarstellungsform – vereinfacht
ausgedrückt – eine doppelte Glättung vornimmt, eignet sie sich besonders gut, um die
übergeordnete Trendrichtung zu identifizieren. Letzteres kann man sehr gut an der
jüngsten Serie von 12 weißen Monatskerzen in Serie erkennen. Im Juli dürfte diese
Erfolgssträhne aber mit hoher Wahrscheinlichkeit reißen. Im Rahmen dieser Analysemethode
sorgt ein „Farbwechsel“ für ein einfaches Trendwendesignal. In die gleiche Kerbe schlagen
der ausgeprägte „doji“ sowie die Tatsache, dass die deutschen Standardwerte im Juli
kein neues Rekordhoch jenseits der Marke von 12.954 Punkten ausprägen konnten. Unter
dem Strich gibt also auch der Haikin Ashi-Chart DAX®-Anlegern Anlass zur Vorsicht.
Vielleicht muss sogar von einem Gezeitenwechsel ausgegangen werden. Dies gilt aus
charttechnischer Sicht solange, wie das Aktienbarometer unterhalb des ehemaligen Rekordhochs
vom April 2015 bei 12.391 Punkten notiert bzw. solange, wie der seit dem Allzeithoch
bei knapp 13.000 Punkte etablierte Korrekturtrend (akt. bei 12.510 Punkten) Bestand
hat. |
|
|
DAX (Heikin Ashi) (Monthly) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Bemerkenswerte Dynamik |
| In den letzten Tagen hat der Euro im Vergleich zum Schweizer Franken nochmals deutlich
an Aufwärtsmomentum gewinnen können. Damit hat die Einheitswährung inzwischen aus
dem charttechnischen Ausrufezeichen in Form des Bruchs des Abwärtstrend seit Mai 2016
und der Rückeroberung der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,0650/1,0792 CHF; siehe „Daily
Trading“ vom 8. Mai) in lehrbuchmäßiger Weise Kapital schlagen können. Mittlerweile
konnte der Euro sogar das Verlaufshoch vom 1. Quartal 2016 bei 1,1199 CHF hinter sich
lassen. Aus charttechnischer Sicht ist das Währungspaar damit mehr oder minder in
„uncharted territory“ vorgestoßen, denn die nächsten Barrieren warten nun erst wieder
in Form der alten Unterstützungen bei rund 1,20 CHF. Rückenwind kommt aktuell vor
allem von Seiten der trendfolgenden Indikatoren. So ist der MACD beispielsweise in
allen von uns betrachteten Zeitebenen (Tag, Woche, Monat) freundlich zu interpretieren.
Gleichzeitig notiert allerdings der RSI inzwischen deutlich im überkauften Bereich.
Vor diesem Hintergrund sollten Anleger nicht zu sorglos agieren. Deshalb können Anleger
den Stopp für bestehende EUR-Longpositionen auf die Haltezone aus der 200-Wochen-Linie
(akt. bei 1,1238 CHF) und dem o. g. Hoch vom Februar vergangenen Jahres bei knapp
1,12 CHF anheben. |
|
|
EUR/CHF (Daily) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Vor dem nächsten Kursimpuls? |
| Seit über einem Jahr bewegt sich die Newmont-Aktie letztlich seitwärts. In der Konsequenz
ist der Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band extrem stark zusammengeschmolzen.
Ein solch geringer Abstand zwischen den beiden Begrenzungen des Volatilitätsindikators
war in der Vergangenheit oftmals ein Vorbote eines neuen Trendimpulses. An dieser
Stelle kommt die aktuelle Chartsituation ins Spiel. Seit November 2016 hat der Titel
ein symmetrisches Dreieck ausgeprägt. Derzeit steht das Barrierenbündel aus der oberen
Dreiecksbegrenzung (akt. bei 36,52 USD) sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen
Retracements (36,66/37,18 USD) zur Disposition. Gelingt die Auflösung des beschriebenen
Konsolidierungsmusters, wäre dies ein Indiz dafür, dass sich der erwartete Vola-Impuls
auf der Oberseite entlädt. Perspektivisch dürfte das Papier dann sogar Kurs auf das
Jahreshoch 2016 bei 46,07 USD nehmen. Interessant ist aktuell noch ein Blick auf den
Monatschart, wo im Juli voraussichtlich ein positives Candlestickmuster in Form eines
„bullish engulfing“ ausgeprägt wird, welches sogar die Körper der sieben(!) vorangegangenen
Monatskerzen umschließt. |
|
|
Newmont Mining (Weekly) |
|
|
 |
|
|
|
|
|
| Interesse an einer täglichen Zustellung unseres Newsletters? |

|


|
HSBC Trinkaus
& Burkhardt AG
Derivatives Public Distribution
Königsallee 21-23
40212 Düsseldorf
kostenlose Infoline: 0800/4000 910
Aus dem Ausland: 00800/4000 9100 (kostenlos)
Hotline für Berater: 0211/910-4722
Fax: 0211/910-91936
Homepage: www.hsbc-zertifikate.de
E-Mail: zertifikate@hsbc.de |
|
|