| Das Oster-Phänomen |
| Schon André Kostolany wusste, dass die Märkte zu 90 % von psychologischen Einflussfaktoren
bestimmt werden. Diese Feststellung dient als Erklärungsansatz einer Marktanomalie
im Vorfeld von wichtigen Feiertagen. Ähnlich wie während der sehr viel bekannteren
Weihnachtsrally neigen die Aktienmärkte auch in der Woche vor Ostern zur Stärke. Begründen
lässt sich der saisonale Rückenwind, im Sinne Kostolanys, mit der guten Stimmung aufgrund
der Feiertage, die sich wiederum in steigenden Börsennotierungen niederschlägt. Seit
1988 haben die deutschen Standardwerte in der Karwoche im Durchschnitt um 0,82 % zugelegt.
Für den Dow Jones steht in der deutlich längeren Historie seit 1901 immerhin ein durchschnittlicher
Kurszuwachs von 0,48 % zu Buche. Damit wird die durchschnittliche Wochenperformance
jeweils deutlich in den Schatten gestellt. Darüber hinaus möchten wir die Trefferquote
der Osterwoche (=Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen) mit 63,3 % (DAX®) bzw.
70,1 % (DJIA) hervorheben. An dieser Stelle soll allerdings nicht verschwiegen werden,
dass das saisonale Phänomen der Osterrally in den letzten beiden Jahren „pausiert“
hat. Aufgrund der eingetrübten Ausgangslage können aber vor allem die deutschen Standardwerte
ein bisschen saisonalen Rückenwind sehr gut gebrauchen. |
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DAX® (Daily) |
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| Genug Kraft gesammelt |
| In den letzten Wochen gönnte sich der Ölpreis eine Atempause als Reaktion auf die
dynamischen Kursgewinne von Mitte 2017 bis Ende Januar 2018. Die weiße Kerze der aktuellen
Woche liefert einen Hinweis, dass die Phase des Luftholens möglicherweise zu Ende
geht. Zuvor hatte das „schwarze Gold“ die wichtige horizontale Haltezone bei rund
60 USD verteidigen können. Diese Entwicklung quittieren die Glättungslinien der letzten
38 bzw. 200 Wochen (akt. bei 55,52/55,02 USD) mit einem positiven Schnittmuster. Neben
diesem Indikatorensignal dürfte auch die an dieser Stelle mehrfach thematisierte inverse
Schulter-Kopf-Schulter-Formation den Ölpreis antreiben (siehe Chart). Während das
Hoch von Ende Januar bei 66,66 USD ein erstes Etappenziel markiert, lässt sich das
kalkulatorische Anschlusspotential aus der unteren Umkehr sogar auf rund 74 USD taxieren.
Dieses Level harmoniert bestens mit dem Jahrestief 2011 (74,95 USD). Als Absicherung
auf der Unterseite bietet sich indes das Tief von Anfang Februar bei 58,02 USD an.
Per Saldo befindet sich der Ölpreis in einem intakten Aufwärtstrend und das o. g.
S-K-S-Muster sorgt weiterhin für Rückenwind. |
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Ölpreis - WTI (Weekly) |
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| Ordentlich Schlagseite |
| In unseren letzten Analysen zur Aktie der Deutschen Bank brachten wir jeweils unsere
Skepsis zum Ausdruck (siehe „Daily Trading“ vom 2./7. bzw. 14. Februar). Die geäußerte
Vorsicht war dabei mehr als angebracht, denn jüngst musste der Banktitel, unter hohen
Umsätzen, ein neues Verlaufstief (11,52 EUR) hinnehmen. Doch nicht nur das anziehende
Volumen, sondern auch das erneute Ausstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD
bestätigt dieses neue Verlaufstief. Übergeordnet müssen Investoren unverändert von
einer abgeschlossenen Toppbildung ausgehen. In dieser Gemengelage definieren zwei
ehemalige untere Baissetrendkanalbegrenzungen (akt. bei 11,13/11,05 EUR) den nächsten
Auffangbereich. Aus der Höhe der oberen Umkehr lässt sich perspektivisch sogar ein
Wiedersehen mit dem historischen Tiefstand vom September 2016 bei 8,83 EUR rechtfertigen.
Per Saldo handelt es sich beim Kursverlauf der Deutschen Bank weiter um einen Chart
mit strukturell „bearishem“ Charakter. Den Stopp für bestehende Shortpositionen können
Anleger auf das Niveau der Kombination aus einem Fibonacci-Level (12,27 EUR) und dem
Tief vom 9. Februar (12,37 EUR) nachziehen. |
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Deutsche Bank (Daily) |
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