23.03.2018 09:00
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DAX® - Das Oster-Phänomen

Das Oster-Phänomen
Schon André Kostolany wusste, dass die Märkte zu 90 % von psychologischen Einflussfaktoren bestimmt werden. Diese Feststellung dient als Erklärungsansatz einer Marktanomalie im Vorfeld von wichtigen Feiertagen. Ähnlich wie während der sehr viel bekannteren Weihnachtsrally neigen die Aktienmärkte auch in der Woche vor Ostern zur Stärke. Begründen lässt sich der saisonale Rückenwind, im Sinne Kostolanys, mit der guten Stimmung aufgrund der Feiertage, die sich wiederum in steigenden Börsennotierungen niederschlägt. Seit 1988 haben die deutschen Standardwerte in der Karwoche im Durchschnitt um 0,82 % zugelegt. Für den Dow Jones steht in der deutlich längeren Historie seit 1901 immerhin ein durchschnittlicher Kurszuwachs von 0,48 % zu Buche. Damit wird die durchschnittliche Wochenperformance jeweils deutlich in den Schatten gestellt. Darüber hinaus möchten wir die Trefferquote der Osterwoche (=Wahrscheinlichkeit für steigende Notierungen) mit 63,3 % (DAX®) bzw. 70,1 % (DJIA) hervorheben. An dieser Stelle soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass das saisonale Phänomen der Osterrally in den letzten beiden Jahren „pausiert“ hat. Aufgrund der eingetrübten Ausgangslage können aber vor allem die deutschen Standardwerte ein bisschen saisonalen Rückenwind sehr gut gebrauchen.

DAX® (Daily)
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Genug Kraft gesammelt
In den letzten Wochen gönnte sich der Ölpreis eine Atempause als Reaktion auf die dynamischen Kursgewinne von Mitte 2017 bis Ende Januar 2018. Die weiße Kerze der aktuellen Woche liefert einen Hinweis, dass die Phase des Luftholens möglicherweise zu Ende geht. Zuvor hatte das „schwarze Gold“ die wichtige horizontale Haltezone bei rund 60 USD verteidigen können. Diese Entwicklung quittieren die Glättungslinien der letzten 38 bzw. 200 Wochen (akt. bei 55,52/55,02 USD) mit einem positiven Schnittmuster. Neben diesem Indikatorensignal dürfte auch die an dieser Stelle mehrfach thematisierte inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation den Ölpreis antreiben (siehe Chart). Während das Hoch von Ende Januar bei 66,66 USD ein erstes Etappenziel markiert, lässt sich das kalkulatorische Anschlusspotential aus der unteren Umkehr sogar auf rund 74 USD taxieren. Dieses Level harmoniert bestens mit dem Jahrestief 2011 (74,95 USD). Als Absicherung auf der Unterseite bietet sich indes das Tief von Anfang Februar bei 58,02 USD an. Per Saldo befindet sich der Ölpreis in einem intakten Aufwärtstrend und das o. g. S-K-S-Muster sorgt weiterhin für Rückenwind.

Ölpreis - WTI (Weekly)
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Ordentlich Schlagseite
In unseren letzten Analysen zur Aktie der Deutschen Bank brachten wir jeweils unsere Skepsis zum Ausdruck (siehe „Daily Trading“ vom 2./7. bzw. 14. Februar). Die geäußerte Vorsicht war dabei mehr als angebracht, denn jüngst musste der Banktitel, unter hohen Umsätzen, ein neues Verlaufstief (11,52 EUR) hinnehmen. Doch nicht nur das anziehende Volumen, sondern auch das erneute Ausstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD bestätigt dieses neue Verlaufstief. Übergeordnet müssen Investoren unverändert von einer abgeschlossenen Toppbildung ausgehen. In dieser Gemengelage definieren zwei ehemalige untere Baissetrendkanalbegrenzungen (akt. bei 11,13/11,05 EUR) den nächsten Auffangbereich. Aus der Höhe der oberen Umkehr lässt sich perspektivisch sogar ein Wiedersehen mit dem historischen Tiefstand vom September 2016 bei 8,83 EUR rechtfertigen. Per Saldo handelt es sich beim Kursverlauf der Deutschen Bank weiter um einen Chart mit strukturell „bearishem“ Charakter. Den Stopp für bestehende Shortpositionen können Anleger auf das Niveau der Kombination aus einem Fibonacci-Level (12,27 EUR) und dem Tief vom 9. Februar (12,37 EUR) nachziehen.

Deutsche Bank (Daily)
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Quelle

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