26.07.2017 09:00
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DAX® - Der Wind hat gedreht

Der Wind hat gedreht
Nach dem „Hammer“ vom Vortag konnte sich der DAX® gestern stabilisieren. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass das erneute Unterschreiten des alten Allzeithochs vom April 2015 bei 12.391 Punkten sowie das Abgleiten unter die jüngsten beiden Verlaufstiefs bei 12.319/16 Punkten Spuren hinterlassen haben. Schließlich lässt sich seit dem Rekordhoch bei knapp 13.000 Punkten inzwischen nicht nur ein Abwärtstrend (akt. bei 12.554 Punkten) konstruieren, sondern es liegt auch eine nicht ganz idealtypische Toppformation vor. Da auch der zyklische Rückenwind – Stichwort: US-Präsidentschafts- bzw. Dekadenzyklus – im August ausläuft, haben die deutschen Standardwerte zuletzt möglicherweise einen Paradigmenwechsel vollzogen. Solange das Aktienbarometer in dem o. g. Baissetrend gefangen ist, sollten Anleger deshalb Vorsicht walten lassen. Ein Schließen der April-Kurslücke (untere Gapkante bei 12.091 Punkten) bzw. einen Test der 200-Tages-Linie (akt. bei 11.812 Punkten) halten wir in diesem Zusammenhang für ein realistisches Szenario. Die zuletzt genannte Unterstützung harmoniert dabei recht gut mit der 38,2%-Korrektur der Rally seit Anfang November 2016 (11.891 Punkte).

DAX® (Daily)
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Ausgereizt?
In Bezug auf das Währungspaar EUR/USD hatten wir zuletzt die Bedeutung der ultimativen Barrieren zwischen 1,15 USD und 1,18 USD hervorgehoben. Auf diesem Niveau bilden diverse Hoch- und Tiefpunkte sowie ein Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements eine extrem massive Widerstandszone. Untermauert wird deren Bedeutung noch durch die Tatsache, dass auf diesem Level die Nackenzone einer möglichen unteren Umkehr mit dem Pendant der großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation von 2003 bis 2015 zusammenfällt. Mit anderen Worten: Erst ein nachhaltiger Sprung über diese Hürden würde die Bodenbildung seit Anfang 2015 abschließen (siehe Chart). Vor dem Hintergrund der aktuellen CoT-Daten glauben wir allerdings nicht an einen solchen Befreiungsschlag. Schließlich haben die „wissenden“ Commercials ihre EUR-Shortpositionen zuletzt weiter ausgebaut – und zwar auf den höchsten Stand seit Mai 2011. Möglicherweise liefert der markante Docht der gestrigen Tageskerze einen ersten Hinweis auf eine nahende EUR-Verschnaufpause. Als wichtige Bestätigung eines solchen Korrekturimpulses definieren wir ein Abgleiten unter das Hoch vom Mai 2016 bei 1,1614 USD.

EUR/USD (Monthly)
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Pullback bietet neue Einstiegschance
Notierungen jenseits der Marke von 71 EUR nahm die Hugo Boss-Aktie im Mai zum Anlass in den Korrekturmodus überzugehen. Seither kam es zu einem nahezu idealtypischen Rücksetzer an die Nackenzone der zu Jahresbeginn vervollständigten Bodenbildung bei gut 60 EUR. Da in diesem Dunstkreis inzwischen auch die 200-Tages-Linie (akt. bei 62,40 EUR) verläuft, liegt sogar ein doppelter Pullback vor. Da der trendfolgende MACD sowohl auf Tages- als auch auf Monatsbasis freundlich zu interpretieren ist, werten wir die beschriebene Verschnaufpause als erneute Einstiegsgelegenheit. Perspektivisch sollte das Papier dabei die horizontalen Barrieren bei gut 70 EUR wieder ins Visier nehmen. Aus der Höhe der unteren Umkehr lässt sich sogar ein rechnerisches Anschlusspotential ableiten, um die Kurslücke vom Jahresultimo 2015/16 (75,63 EUR zu 76,28 EUR) zu schließen. Als Absicherung auf der Unterseite bietet sich das jüngste Verlaufstief bei 61,15 EUR an. Mit einem Stopp auf dieser Basis sichern sich Investoren gleichzeitig ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.

HUGO BOSS (Daily)
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Quelle

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