| Zyklik und Sentiment als Belastungsfaktoren |
| Der DAX® setzte gestern die Erholungsbewegung des Vortages fort und konnte dabei die
Marke von 12.300 Punkten zurückerobern. Bisher messen wir dem beschriebenen Bewegungsimpuls
allerdings den Charakter einer technischen Reaktion bei. Dies würde sich erst ändern,
wenn es den deutschen Standardwerten gelingen sollte, das ehemalige Rekordhoch vom
April 2015 bei 12.391 Punkten zurückzuerobern. Noch besser wäre aus charttechnischer
Sicht ein Bruch des Korrekturtrends seit Juni (akt. bei 12.539 Punkten). Auf dem Weg
dorthin hat das Aktienbarometer mit den Tiefs bei 12.316/19 Punkten noch eine weitere
Barriere unmittelbar vor der Brust. Hinzu kommt der ab August vorliegende zyklische
Gegenwind sowie die veränderte Stimmungslage – der Bärenanteil unter den amerikanischen
Privatanlegern ist gemäß der Sentimenterhebung der AAII zuletzt auf den niedrigsten
Stand des Jahres gefallen. In der Konsequenz kann eine gewisse Sorglosigkeit konstatiert
werden. Deshalb sehen wir beim DAX® weiterhin die Gefahr eines vollständigen Schließens
der April-Kurslücke (untere Gapkante bei 12.091 Punkten), bevor im zweiten Schritt
selbst die 200-Tages-Linie (akt. bei 11.821 Punkten) wieder auf die Agenda rückt. |
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DAX® (Daily) |
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| Interessante Unterstützung |
| Seit der Ausprägung eines klassischen Doppeltopps im Frühjahr 2016 befindet sich der
US-Dollar im Vergleich zum brasilianischen Real im Rückwärtsgang. Dabei hat der Greenback
nun aber eine massive Unterstützungszone erreicht. Diese hat ihren Ausgangspunkt in
dem seit Sommer 2011 bestehenden Haussetrend (akt. bei 3,16 BRL) und erstreckt sich
über die 50%-Korrektur des Hausseimpulses seit März 2013 (3,10 BRL) bis zu den jüngsten
Verlaufstiefs bei 3,11/3,04 BRL. Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende
Kumulationszone durch die 200-Wochen-Linie (akt. bei 3,03 BRL). Vor dem Hintergrund
der positiven Divergenz im Verlauf des MACD – d. h. der Trendfolger hat die letzten
Verlaufstiefs nicht mehr bestätigt –, favorisieren wir derzeit eine Stabilisierung
auf Basis der o. g. Bastion. Für ein nachhaltiges Ausrufezeichen würde in diesem Zusammenhang
ein Bruch des seit Januar 2016 bestehenden Baissetrends (akt. bei 3,31 BRL) sorgen.
Schließlich müsste dann die Kursentwicklung der letzten anderthalb Jahre als „bullisher“
Keil interpretiert werden (siehe Chart). Gelingt dieser Befreiungsschlag, winkt ein
Wiedersehen mit dem Hoch vom November 2016 bei 3,51 BRL bzw. im zweiten Schritt sogar
ein Anlauf auf die horizontale Widerstandszone bei rund 3,70 BRL. |
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USD/BRL (Weekly) |
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| Drohende S-K-S-Formation |
| In den letzten Jahren zählte die Entwicklung der Infineon-Aktie zu den absoluten Erfolgsgeschichten
am deutschen Aktienmarkt. Auf Monatsbasis wurde im Juni allerdings eine sog. „outside
candle“ ausgeprägt, d. h. das Monatshoch lag im Juni höher und das Monatstief niedriger
als die entsprechenden Pendants des Vormonats. In diesem Muster spiegelt sich der
erhöhte Grad an Nervosität wider. Brechen Anleger nun die Zeitebene herunter, so markieren
die jüngsten Tiefs bei 18,25/16 EUR eine mehr als bedeutende Haltezone. Fällt diese
Bastion stünde bei dem Technologietitel nämlich eine klassische Schulter-Kopf-Schulter-Formation
zu Buche, aus der sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 2,20
EUR ableiten ließe. Den gegenwärtigen Druck auf das Papier verdeutlichen auch die
trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon, welche jüngst synchron neue Ausstiegssignale
generiert haben. Im Fall einer negativen Weichenstellung bildet die Kombination aus
der 200-Tages-Linie und dem Aufwärtstrend seit August 2015 (akt. bei 17,60/51 EUR)
noch einen markanten Rückzugsbereich. |
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Infineon Technologies (Daily) |
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