27.07.2017 09:00
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DAX® - Zyklik und Sentiment als Belastungsfaktoren

Zyklik und Sentiment als Belastungsfaktoren
Der DAX® setzte gestern die Erholungsbewegung des Vortages fort und konnte dabei die Marke von 12.300 Punkten zurückerobern. Bisher messen wir dem beschriebenen Bewegungsimpuls allerdings den Charakter einer technischen Reaktion bei. Dies würde sich erst ändern, wenn es den deutschen Standardwerten gelingen sollte, das ehemalige Rekordhoch vom April 2015 bei 12.391 Punkten zurückzuerobern. Noch besser wäre aus charttechnischer Sicht ein Bruch des Korrekturtrends seit Juni (akt. bei 12.539 Punkten). Auf dem Weg dorthin hat das Aktienbarometer mit den Tiefs bei 12.316/19 Punkten noch eine weitere Barriere unmittelbar vor der Brust. Hinzu kommt der ab August vorliegende zyklische Gegenwind sowie die veränderte Stimmungslage – der Bärenanteil unter den amerikanischen Privatanlegern ist gemäß der Sentimenterhebung der AAII zuletzt auf den niedrigsten Stand des Jahres gefallen. In der Konsequenz kann eine gewisse Sorglosigkeit konstatiert werden. Deshalb sehen wir beim DAX® weiterhin die Gefahr eines vollständigen Schließens der April-Kurslücke (untere Gapkante bei 12.091 Punkten), bevor im zweiten Schritt selbst die 200-Tages-Linie (akt. bei 11.821 Punkten) wieder auf die Agenda rückt.

DAX® (Daily)
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Interessante Unterstützung
Seit der Ausprägung eines klassischen Doppeltopps im Frühjahr 2016 befindet sich der US-Dollar im Vergleich zum brasilianischen Real im Rückwärtsgang. Dabei hat der Greenback nun aber eine massive Unterstützungszone erreicht. Diese hat ihren Ausgangspunkt in dem seit Sommer 2011 bestehenden Haussetrend (akt. bei 3,16 BRL) und erstreckt sich über die 50%-Korrektur des Hausseimpulses seit März 2013 (3,10 BRL) bis zu den jüngsten Verlaufstiefs bei 3,11/3,04 BRL. Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationszone durch die 200-Wochen-Linie (akt. bei 3,03 BRL). Vor dem Hintergrund der positiven Divergenz im Verlauf des MACD – d. h. der Trendfolger hat die letzten Verlaufstiefs nicht mehr bestätigt –, favorisieren wir derzeit eine Stabilisierung auf Basis der o. g. Bastion. Für ein nachhaltiges Ausrufezeichen würde in diesem Zusammenhang ein Bruch des seit Januar 2016 bestehenden Baissetrends (akt. bei 3,31 BRL) sorgen. Schließlich müsste dann die Kursentwicklung der letzten anderthalb Jahre als „bullisher“ Keil interpretiert werden (siehe Chart). Gelingt dieser Befreiungsschlag, winkt ein Wiedersehen mit dem Hoch vom November 2016 bei 3,51 BRL bzw. im zweiten Schritt sogar ein Anlauf auf die horizontale Widerstandszone bei rund 3,70 BRL.

USD/BRL (Weekly)
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Drohende S-K-S-Formation
In den letzten Jahren zählte die Entwicklung der Infineon-Aktie zu den absoluten Erfolgsgeschichten am deutschen Aktienmarkt. Auf Monatsbasis wurde im Juni allerdings eine sog. „outside candle“ ausgeprägt, d. h. das Monatshoch lag im Juni höher und das Monatstief niedriger als die entsprechenden Pendants des Vormonats. In diesem Muster spiegelt sich der erhöhte Grad an Nervosität wider. Brechen Anleger nun die Zeitebene herunter, so markieren die jüngsten Tiefs bei 18,25/16 EUR eine mehr als bedeutende Haltezone. Fällt diese Bastion stünde bei dem Technologietitel nämlich eine klassische Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu Buche, aus der sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 2,20 EUR ableiten ließe. Den gegenwärtigen Druck auf das Papier verdeutlichen auch die trendfolgenden Indikatoren MACD und Aroon, welche jüngst synchron neue Ausstiegssignale generiert haben. Im Fall einer negativen Weichenstellung bildet die Kombination aus der 200-Tages-Linie und dem Aufwärtstrend seit August 2015 (akt. bei 17,60/51 EUR) noch einen markanten Rückzugsbereich.

Infineon Technologies (Daily)
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Quelle

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