08.08.2017 09:00
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DAX® - Ein zweiseitiges Schwert

Ein zweiseitiges Schwert
Die gute Vorlage in Form eines nicht ganz idealtypischen „morning stars“ konnte der DAX® zu Wochenbeginn nicht nutzen. Mit anderen Worten: Die Anschlusskäufe blieben gestern aus. Damit bestreiten die deutschen Standardwerte derzeit eine Gratwanderung. Während ein Sprung über die Widerstandszone aus dem Hoch vom 1. August und den Tiefpunkten bei 12.316/19 Punkten eine kleine Bodenbildung abschließen würde, muss das Aktienbarometer auf der Unterseite die letzten Verlaufstiefs bei knapp 12.100 Punkten unbedingt verteidigen. Ansonsten müssten Anleger die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Stabilisierung begraben. Unter dem Strich ist derzeit also ein striktes Stoppmanagement vonnöten. Gelingt andererseits der diskutierte Befreiungsschlag, eröffnet sich ein rechnerisches Anschlusspotential von gut 200 Punkten. Zumindest perspektivisch reicht dieses demnach aus, um das wichtige Widerstandskreuz aus dem ehemaligen Rekordhoch vom April 2015 bei 12.391 Punkten und dem seit Juni bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 12.413 Punkten) zu den Akten zu legen, was die charttechnischen Perspektiven des DAX® weiter verbessern würde.

DAX® (Daily)
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Ein guter Taktgeber
Dem Wochenchart des Euro im Vergleich zum US-Dollar messen wir derzeit eine sehr hohe Bedeutung bei. Anleger können die Bedeutung der Barrieren zwischen rund 1,15 USD und 1,18 USD praktisch gar nicht überschätzen. Mit der 200-Wochen-Linie (akt. bei 1,1779 USD) gesellt sich ein weiterer Widerstand hinzu, welcher die Höhe der nun erreichten Hürden unterstreicht. Gleichzeitig ist der RSI mittlerweile tief in überkauftes Terrain vorgestoßen (siehe Chart) und die aktuellen CoT-Daten weisen nach wie vor ein sehr großes Ausmaß an spekulativen EUR-Longpositionen auf. Dass die Luft für die Einheitswährung dünner wird, signalisiert auch der in der vergangenen Woche ausgeprägte „shooting star“. Dennoch bedarf es eines Signalgebers, um tatsächlich die von uns präferierte EUR-Verschnaufpause ins Rollen zu bringen. Als solchen definieren wir ein Abgleiten unter das Hoch vom August 2015 bei 1,1711 USD, denn dann wäre gleichzeitig auch das o. g. negative Candlestickmuster nach unten aufgelöst. Bei einer negativen Weichenstellung stecken das Hoch vom Mai 2016 bei 1,1614 USD sowie die Pendants bei rund 1,15 USD die nächsten Korrekturziele ab.

EUR/USD (Weekly)
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Chance auf Besserung?
Die Ambitionen der Bären auf der Unterseite sind beim Euro Stoxx 50® zuletzt allesamt im Bereich von gut 3.430 Punkten gebremst worden. Jüngst gelang dem Aktienbarometer durch den Ausbruch aus dem im Mai etablierten Abwärtstrendkanal (obere Begrenzung akt. bei 3.490 Punkten) in Richtung Norden sogar ein erster Schritt in Richtung Stabilisierung. Der Bruch des angeführten Abwärtstrends kann dabei auch als Auflösung einer trendbestätigenden Flaggenformation gesehen werden. Damit der Richtungswechsel rund wird, gilt es aber noch einige Hürden zu überwinden. Von zentraler Bedeutung ist dabei zunächst die Rückkehr in den ehemaligen Aufwärtstrend seit Mitte 2016 (akt. bei 3.517 Punkten), der zudem durch die 90-Tages-Linie (akt. bei 3.531 Punkten) verstärkt wird. Unmittelbar im Anschluss würde dann der Sprung über das jüngste zyklische Hoch bei 3.539 Punkten für weiteren Rückenwind sorgen. Schließlich wäre in diesem Fall eine kleine Bodenbildung komplettiert, die den Euro Stoxx 50® mit einem Anschlusspotential von rund 100 Punkten wieder auf Rekordjagd schicken würde. Um die vorausliegenden Chancen der europäischen Standardwerte nicht zu gefährden, sollte ein Rücksetzer in den o. g. Trendkanal tunlichst vermieden werden.

EURO STOXX 50®-Kursindex (Daily)
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Quelle

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