09.08.2017 09:00
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DAX® - Vorgaben belasten

Vorgaben belasten
Ein starker Schlussspurt hat den DAX® gestern vor einem Verlusttag bewahrt. Letztlich setzen sich die deutschen Standardwerte damit den dritten Tag in Folge mit der wichtigen Marke von gut 12.300 Punkten auseinander. Schließlich würde ein Sprung über die Widerstandszone aus dem Hoch vom 1. August bei 12.302 Punkten und den Tiefpunkten vom Juni/Juli bei 12.316/19 Punkten eine kleine Bodenbildung vervollständigen. Gelingt dem Aktienbarometer der diskutierte Befreiungsschlag, eröffnet sich ein rechnerisches Anschlusspotential von gut 200 Punkten. Perspektivisch reicht dieses also aus, um das wichtige Widerstandskreuz aus dem ehemaligen Rekordhoch vom April 2015 bei 12.391 Punkten und dem seit Juni bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 12.398 Punkten) zu den Akten zu legen. Aufgrund der Vorgaben ist heute (zunächst) aber nicht mit einem Ausbruch auf der Oberseite zu rechnen. Vielmehr dürfte der DAX® mit Kursverlusten in den Handel starten. Deshalb sollten Anleger die letzten Verlaufstiefs bei knapp 12.100 Punkten im Auge behalten. Ein Bruch dieser Bastion würde schließlich den Stabilisierungsversuch der letzten Tage zunichtemachen.

DAX® (Daily)
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Der letzte Tropfen fehlt noch
In unserer letzten Analyse der RWE-Aktie stellten wir eine Verschnaufpause in Aussicht (siehe "Daily Trading" vom 8. Juni). Mittlerweile gab es tatsächlich eine Phase des Luftholens, so dass sich gegenwärtig die Frage aufdrängt, ob der Topperformer des ersten Halbjahres bereits genug Kraft gesammelt hat. Aus charttechnischer Sicht ist hierzu ein Sprung über das massive Widerstandsbündel aus dem seit Anfang 2008 dominierenden Baissetrend (akt. bei 18,31 EUR) und der 200-Wochen-Linie (akt. bei 19,68 EUR) vonnöten. Gelingt der Befreiungsschlag, entsteht allerdings ein Signal von besonderer Tragweite, denn dann könnten Anleger von einem langfristigen Regimewechsel ausgehen. Im Erfolgsfall dürften die Tiefs von 2013 und 2011 bei 20,48/21,15 EUR nur Durchgangsstationen auf dem Weg nach Norden darstellen. Auf der Unterseite gilt es indes, das jüngste Verlaufstief bei rund 17 EUR unbedingt zu verteidigen. Schließlich würde ein Abgleiten unter dieses Level verdeutlichen, dass der Ausbruch auf der Oberseite vertagt ist und Anleger in diesem Fall von einem Scheitern an den o. g. Schlüsselbarrieren ausgehen müssten.

RWE (Weekly)
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Langfristiger Aufwärtstrend ist Geschichte
Seit die Fresenius-Aktie auf Tagesbasis ein kleines Doppeltop vervollständigte, hat das Papier mit fallenden Kursen zu kämpfen. Auch in den höheren Zeitebenen wurde mittlerweile einiges an charttechnischem Porzellan zerschlagen. Neben dem Unterschreiten der 38-Wochen-Linie (akt. bei 74,37 EUR) ist in diesem Zusammenhang vor allem der Bruch des langfristigen Aufwärtstrends (akt. bei 72,81 EUR) zu nennen. Dieser Abverkauf schlägt sich auch auf Indikatorebene nieder. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle vor allem die langfristige negative Divergenz seitens des Monats-RSI sowie das Abprallen des MACD an seiner Signallinie nach unten („bullish failure“) in dieser Zeitebene. Die nächsten Unterstützungen bestehen nun in Form der Tiefs vom November und Juni 2016 bei 63,62 EUR bzw. 60,00 EUR. Per Saldo wiegt vor allem der Bruch des 2009er-Haussetrends schwer, so dass Anleger zukünftig kleinere Brötchen backen müssen. Dies bleibt solange der Fall, wie es der Fresenius-Aktie nicht gelingt, den o. g. ehemaligen Aufwärtstrends zurückzuerobern.

Fresenius (Weekly)
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Quelle

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