| Innenstab als Taktgeber |
| Unmittelbare Anschlusskäufe blieben dem DAX® am vergangenen Freitag zwar verwehrt,
doch ein starker Schlussspurt sorgte zumindest für einen Schlusskurs in Schlagdistanz
zum Tageshoch (12.508 Punkte). Dennoch verblieb die jüngste Handelsspanne innerhalb
des Pendants vom Vortag, so dass ein klassischer „inside day“ vorliegt. Das gleiche
Phänomen lässt sich auch eine Zeitebene höher auf Wochenbasis feststellen. Auch hier
liegt ein „Innenstab“ vor. Auffällig sind zudem die sehr dicht beieinanderliegenden
Hochpunkte der letzten beiden Wochen (12.519 bzw. 12.517 Punkte). Vor diesem Hintergrund
würde ein Anstieg über diese beiden Marken dem jüngsten Erholungsimpuls zusätzlichen
Nachdruck verleihen. Im Erfolgsfall definiert die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.779
Punkten) das nächste Anlaufziel. Aber auch die Tiefs der letzten beiden Wochen liegen
mit 12.133 bzw. 12.104 Punkten nicht wirklich weit auseinander. Sprich ein neues Verlaufstiefs
würde die jüngste Stabilisierung zunichte machen und unmittelbar den Basisaufwärtstrend
seit März 2009 (akt. bei 12.002 Punkten) in die Bredouille bringen. Bei einer negativen
Weichenstellung müssen Anleger die drohende Schulter-Kopf-Schulter-Formation wieder
auf der Agenda haben. |
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DAX® (Weekly) |
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| Kreuzunterstützung aus dem Lehrbuch |
| Obwohl der US-Präsidentschaftszyklus im typischen Verlauf des Zwischenwahljahres eine
sehr konstruktive Entwicklung für die Edelmetalle unterstellt, wird diese positive
Entwicklung durch eine Schwächephase von Mai bis Anfang Juli unterbrochen. Daran hat
sich der Goldpreis 2018 lehrbuchmäßig gehalten. Bleibt zu hoffen, dass nun auch die
saisonal gute Phase von Anfang Juli bis Ende des Jahres zum Tragen kommt. Aus charttechnischer
Sicht befindet sich das Edelmetall dabei an einem ganz wichtigen Kumulationspunkt.
Dieser speist sich aus dem Erholungstrend seit Ende 2015 (akt. bei 1.257 USD), dem
ehemaligen Abwärtstrend seit September 2011 (akt. bei 1.252 USD) sowie der flach verlaufenden
200-Wochen-Linie (akt. bei 1.243 USD). Auf dieser Basis hat der Goldpreis in der abgelaufenen
Woche einen klassischen „Hammer“ ausgebildet. Das angeführte Candlestickumkehrmuster
unterstreicht die Bedeutung der beschriebenen Kreuzunterstützung. Trotz allem saisonalen
Rückenwind gilt es diese Bastion unbedingt zu verteidigen. Auf der Oberseite fallen
die letzten Verlaufshochs bei 1.366/75 USD ins Auge. Ein Sprung darüber würde ein
kurzfristiges, aufsteigendes Dreieck sowie eine längerfristige Bodenbildung abschließen. |
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Gold (Weekly) |
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| Fallendes Messer oder antizyklische Chance? |
| Mit einem Kursverlust von knapp 55 % im bisherigen Jahresverlauf geht die rote Laterne
im MDAX® an die Osram-Aktie. Mit dem Bruch des langfristigen Aufwärtstrends sowie
dem nach wie vor bestehenden Abwärtsgap vom April (57,52 EUR zu 54,86 EUR) gab es
im Vorfeld bereits klare Warnsignale. Der angeführten Kurslücke kommt nun eine wichtige
Rolle zu. Interessanterweise hat nach dem Gap inzwischen ein Abschlag in ähnlicher
Größenordnung stattgefunden wie vom Allzeithoch (79,58 EUR) bis zur Kurslücke. Es
liegt also ein klassischer „measured move“ vor. Immerhin kommt es aktuell – auf Basis
des Tiefs vom Januar 2016 bei 34,25 EUR – zu einem Stabilisierungsversuch. Untermauert
wird dieser von einem „Hammer“-Umkehrmuster auf Wochenbasis sowie von der Indikatorenseite.
So notiert der MACD auf historisch niedrigem Niveau. Gleichzeitig weicht die aktuelle
Notierung so stark von der 200-Tages-Linie (akt. bei 62,52 EUR) ab wie noch niemals
zuvor seit dem Börsengang im Juli 2013. Auf der Unterseite definieren neben dem o.
g. Tief bei 34,25 EUR das jüngste Verlaufstief bei 31,54 EUR sowie das Allzeittief
bei 25,31 EUR wichtige Rückzugsmarken. |
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Osram Licht (Daily) |
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