02.10.2017 09:00
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DAX® - Jahresendrally – ja oder nein?

Jahresendrally – ja oder nein?
Mit dem 4. Quartal beginnt heute die traditionell beste Phase des Jahres. Eine Strategie, welche immer nur im letzten Quartal eines Jahres investiert und den Rest des Jahres „Cash“ hält, produziert beim DAX® seit 1988 aktienähnliche Returns bei logischerweise deutlich reduzierter Volatilität. In einer anderen Untersuchung konnten wir zeigen, dass die deutschen Standardwerte in ohnehin schon guten Aktienjahren – gemessen an der Kursentwicklung von Jahresbeginn bis zum 30. September – oftmals auch noch einen starken Schlussspurt zeigen. Leider nicht so eindeutig fallen die zyklischen Rahmenbedingungen aus. Während der US-Präsidentschaftszyklus zumindest ab Ende Oktober eine Jahresendrally nahelegt, signalisiert der Dekadenzyklus keinen Rückenwind. Schließlich droht mit Blick auf die durchschnittliche Entwicklung des Dow Jones in „7er-Jahren“ ein klassischer Schlussspurt auszubleiben. Unter saisonalen Gesichtspunkten steht es also 3:1. Dieses Ergebnis wird durch die charttechnische Situation bestätigt. Schließlich sprechen die jüngsten Rekordstände beim S&P 500®, beim Dow Jones Transportation sowie die im DAX® nach oben aufgelöste Flaggenkonsolidierung für weitere Kursavancen an den internationalen Aktienmärkten.

DAX® (Daily)
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Fallhöhe nicht zu leugnen
Den Quartalswechsel möchten wir nutzen, um den Langfristchart des Euro-BUND-Future mal wieder auf den Prüfstand zu stellen. Seit dem bisherigen Rekordhoch vom Juni des vergangenen Jahres bei 168,68 befindet sich das Rentenbarometer auf einem moderaten Konsolidierungskurs. Trotz der nur überschaubaren Kursrückgänge fiel der Zinsfuture damit in den Basisaufwärtstrendkanal seit Beginn der 1990er-Jahre zurück (siehe Chart). Hilfreich erscheint uns in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf die aktuelle Candlestickkonstellation. Während die letzten vier Quartale jeweils Tiefs bei rund 160/159 ausgeprägt haben, weisen die letzten beiden Quartalskerzen markante Dochte auf. Interessanterweise haben sich beide Kerzen zudem innerhalb des Pendants vom 1. Quartal 2017 ausgebildet. Mit anderen Worten: Die auf diese Weise entstandenen „inside candles“ wären bei einem Rutsch unter das bisherige Jahrestief bei 158,73 nach unten aufgelöst. Da bei einer negativen Weichenstellung auch die 38-Monats-Linie (akt. bei 159,93) gebrochen wäre, definieren wir die diskutierte Bastion als wichtigen Verkaufstrigger.

Euro-BUND-Future (Kontrakt Dez 17) (Quarterly)
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Sell-Trigger bei knapp 159
Dass der Druck auf die angeführte Haltezone hoch bleiben wird, signalisiert beispielsweise der MACD, der jüngst dem Beispiel des RSI gefolgt ist und ebenfalls ein neues Ausstiegssignal generiert hat. Nach der Ausbildung von negativen Divergenzen droht der Oszillator inzwischen auch eine Toppbildung auszubilden. Fakt ist bereits der Bruch des seit 2008 im Verlauf des Indikators bestehenden Haussetrends. Solche Indikatortrendbrüche waren in der Vergangenheit oftmals zuverlässige Warnsignale. Sollte der Euro-BUND-Future tatsächlich nachhaltig unter den Verkaufstrigger bei 159 fallen, definiert eine interne Trendlinie (akt. bei 156,28), welche verschiedene Hoch- und Tiefpunkte seit 1993 verbindet, den nächsten Rückzugsbereich. Charttechnisch wesentlich bedeutender ist allerdings die Kreuzunterstützung aus dem Tief vom 2. Quartal 2015 (148,23), den verschiedenen Hochs der Jahre 2012/13 bei 147 sowie dem steilen Haussetrend seit Sommer 2008 (akt. bei 147,77). Um die angeschlagene Chartsituation zu verbessern, ist dagegen ein Anstieg über die Marke von gut 166 vonnöten, womit die diskutierten „inside candles“ doch noch positiv aufgelöst wären.

Euro-BUND-Future (Kontrakt Dez 17) (Quarterly)
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Quelle

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