| Jahresendrally – ja oder nein? |
| Mit dem 4. Quartal beginnt heute die traditionell beste Phase des Jahres. Eine Strategie,
welche immer nur im letzten Quartal eines Jahres investiert und den Rest des Jahres
„Cash“ hält, produziert beim DAX® seit 1988 aktienähnliche Returns bei logischerweise
deutlich reduzierter Volatilität. In einer anderen Untersuchung konnten wir zeigen,
dass die deutschen Standardwerte in ohnehin schon guten Aktienjahren – gemessen an
der Kursentwicklung von Jahresbeginn bis zum 30. September – oftmals auch noch einen
starken Schlussspurt zeigen. Leider nicht so eindeutig fallen die zyklischen Rahmenbedingungen
aus. Während der US-Präsidentschaftszyklus zumindest ab Ende Oktober eine Jahresendrally
nahelegt, signalisiert der Dekadenzyklus keinen Rückenwind. Schließlich droht mit
Blick auf die durchschnittliche Entwicklung des Dow Jones in „7er-Jahren“ ein klassischer
Schlussspurt auszubleiben. Unter saisonalen Gesichtspunkten steht es also 3:1. Dieses
Ergebnis wird durch die charttechnische Situation bestätigt. Schließlich sprechen
die jüngsten Rekordstände beim S&P 500®, beim Dow Jones Transportation sowie die im
DAX® nach oben aufgelöste Flaggenkonsolidierung für weitere Kursavancen an den internationalen
Aktienmärkten. |
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DAX® (Daily) |
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| Fallhöhe nicht zu leugnen |
| Den Quartalswechsel möchten wir nutzen, um den Langfristchart des Euro-BUND-Future
mal wieder auf den Prüfstand zu stellen. Seit dem bisherigen Rekordhoch vom Juni des
vergangenen Jahres bei 168,68 befindet sich das Rentenbarometer auf einem moderaten
Konsolidierungskurs. Trotz der nur überschaubaren Kursrückgänge fiel der Zinsfuture
damit in den Basisaufwärtstrendkanal seit Beginn der 1990er-Jahre zurück (siehe Chart).
Hilfreich erscheint uns in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf die aktuelle Candlestickkonstellation.
Während die letzten vier Quartale jeweils Tiefs bei rund 160/159 ausgeprägt haben,
weisen die letzten beiden Quartalskerzen markante Dochte auf. Interessanterweise haben
sich beide Kerzen zudem innerhalb des Pendants vom 1. Quartal 2017 ausgebildet. Mit
anderen Worten: Die auf diese Weise entstandenen „inside candles“ wären bei einem
Rutsch unter das bisherige Jahrestief bei 158,73 nach unten aufgelöst. Da bei einer
negativen Weichenstellung auch die 38-Monats-Linie (akt. bei 159,93) gebrochen wäre,
definieren wir die diskutierte Bastion als wichtigen Verkaufstrigger. |
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Euro-BUND-Future (Kontrakt Dez 17) (Quarterly) |
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| Sell-Trigger bei knapp 159 |
| Dass der Druck auf die angeführte Haltezone hoch bleiben wird, signalisiert beispielsweise
der MACD, der jüngst dem Beispiel des RSI gefolgt ist und ebenfalls ein neues Ausstiegssignal
generiert hat. Nach der Ausbildung von negativen Divergenzen droht der Oszillator
inzwischen auch eine Toppbildung auszubilden. Fakt ist bereits der Bruch des seit
2008 im Verlauf des Indikators bestehenden Haussetrends. Solche Indikatortrendbrüche
waren in der Vergangenheit oftmals zuverlässige Warnsignale. Sollte der Euro-BUND-Future
tatsächlich nachhaltig unter den Verkaufstrigger bei 159 fallen, definiert eine interne
Trendlinie (akt. bei 156,28), welche verschiedene Hoch- und Tiefpunkte seit 1993 verbindet,
den nächsten Rückzugsbereich. Charttechnisch wesentlich bedeutender ist allerdings
die Kreuzunterstützung aus dem Tief vom 2. Quartal 2015 (148,23), den verschiedenen
Hochs der Jahre 2012/13 bei 147 sowie dem steilen Haussetrend seit Sommer 2008 (akt.
bei 147,77). Um die angeschlagene Chartsituation zu verbessern, ist dagegen ein Anstieg
über die Marke von gut 166 vonnöten, womit die diskutierten „inside candles“ doch
noch positiv aufgelöst wären. |
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Euro-BUND-Future (Kontrakt Dez 17) (Quarterly) |
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