01.08.2018 08:35
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DAX® - Kreuzunterstützung lehrbuchmäßig bestätigt

HSBC Daily Trading

Kreuzunterstützung lehrbuchmäßig bestätigt

Der gestrige Handelstag kann beim DAX® als charttechnischer Erfolg verbucht werden. Schließlich ging das gestrige Tagestief (12.740 Punkte) mit einer Belastungsprobe der Kernunterstützung aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 12.767 Punkten) und dem zuletzt zurückeroberten Aufwärtstrend seit Februar 2016 (akt. bei 12.758 Punkten) einher. Knapp unterhalb dieser Bastion ist mit dem jüngsten Aufwärtsgap vom 26. Juli (12.702 zu 12.695 Punkte) ein zusätzlicher Rückzugsbereich gegeben. Da die deutschen Standardwerte aber wieder über der Marke von 12.800 Punkten aus dem Handel gingen, entsteht auf Tagesbasis ein nahezu idealtypischer „doji“. Dieses Candlestickmuster unterstreicht nochmals die Bedeutung der o. g. Haltezone. Trotz des Belastungsfaktors „Saisonalität“ können Anleger deshalb auf den zuletzt erfolgten Ausbruch setzen. Schließlich sehen wir gute Chancen, dass der DAX® über das jüngste Verlaufshoch bei 12.887 Punkten den Weg zu einer weiteren Kurslücke (12.983 zu 13.011 Punkten) finden wird. Da ein Rebreak der o. g. Schlüsselunterstützung dieses Szenario durchkreuzen würde, bietet sich das Gap bei rund 12.700 Punkten als Stopp-Loss an.


DAX® (Daily)



Lehrbuchmäßiger Pullback

Im Mai kam es bei der 10-jährigen Rendite Italien zu einem dynamischen Zinsanstieg, der sowohl den seit Ende 2011 bestehenden Baissetrend (akt. bei 2,17 %) zu den Akten legte als auch die horizontale Schlüsselzone bei 2,45/2,60 % überwand. Letztere Weichenstellung schloss die langfristige Bodenbildung seit Ende 2014 ab (siehe Chart). Die jüngste Verschnaufpause brachte bisher einen idealtypischen Rücksetzer an die genannten Ausbruchsmarken, so dass die untere Umkehr bestätigt wird. Dies gilt umso mehr, als dass auf dieser Basis ein „Hammer“ bzw. ein „morning star“ ausgeprägt wurde. Beide Candlestickmuster unterstreichen den unterstützenden Charakter der Bastion bei rund 2,50 % und legen einen erneuten Zinsanstieg nahe. Bemerkenswert ist noch ein weiteres Detail: Die letzten acht Wochen verblieb die High-Low-Spanne jeweils innerhalb des Pendants der Vorwoche. Unter dem Strich müssen sich Anleger in diesem Umfeld auf einen erneuten Anlauf auf das zyklische Hoch von Ende Mai bei 3,39 % einstellen. Aus der unteren Umkehr ergibt sich sogar ein langfristiges Kursziel im Bereich von 3,80 %. Nur bei einem Rebreak der o. g. Schlüsselmarke bei 2,45 % wäre dieses Szenario zu den Akten zu legen.


10-jährige Rendite Italien (Weekly)



Verschnaufpause oder doch mehr?

Es ist noch nicht lange her, da markierte der Nasdaq Composite mit 7.933 Punkten ein neues Allzeithoch. Was anschließend folgte, hinterlässt aber bei den Technologiewerten einen faden Beigeschmack. So testet das Aktienbarometer aktuell die horizontale Haltezone um die Marke von 7.500 Punkten zurück. Diese Bastion definiert gleichzeitig die obere Begrenzung eines aufsteigenden Dreiecks (siehe Chart). Warnsignale gibt es derzeit auch von Seiten der quantitativen Indikatoren. Schließlich quittieren die Trendfolger MACD und Aroon die jüngsten Gewinnmitnahmen mit synchronen Ausstiegssignalen. Ersterer weist zudem eine doppelte negative Divergenz aus. Apropos divergente Entwicklung: Der eingangs erwähnte Rekordstand wurde mit einer rückläufigen Anzahl neuer Jahreshochs der einzelnen Indexmitglieder erreicht. Der Grad an Selektivität nimmt also zu. Als weiteren „mahnenden Zeigefinger“ interpretieren wir die jüngsten beiden Monatskerzen, die jeweils markante Dochte aufweisen. In dieser Gemengelage gilt es, die Kombination aus dem Aufwärtstrend seit Anfang 2016 und der 200-Tages-Linie (akt. bei 7.301/7.214 Punkten) zu verteidigen. Ein Bruch dieser Haltezone würde dem Nasdaq Composite einen echten Nackenschlag versetzen.


Nasdaq Composite (Daily)



Flaggenausbruch als Katalysator

Die 200-Wochen-Linie (akt. bei 41,42 EUR) hat sich zuletzt als Sprungbrett für die Fuchs Petrolub-Aktie erwiesen. In der Folge gelang dem Titel auch der Spurt über den Korrekturtrend seit Herbst vergangenen Jahres (akt. bei 46,28 EUR), so dass die Atempause der letzten Monate im übergeordneten Kontext letztlich als Korrekturflagge interpretiert werden kann (siehe Chart). Der Ausbruch auf der Oberseite wird dabei durch synchrone Einstiegssignale seitens des MACD und des Aroon untermauert. Besonders hervorheben möchten wir aber die Relative Stärke nach Levy, die nicht nur wieder über dem Schwellenwert von 1 notiert, sondern auch eine Bodenbildung abgeschlossen hat. Noch ein weiteres Detail halten wir mit Blick auf den Monatsultimo für bemerkenswert: Auf Monatsbasis steht ein „bullish engulfing“ zu Buche, welches die Körper der sieben(!) vorangegangenen Kerzen umschließt. Per Saldo sollte der Titel in diesem Umfeld das Allzeithoch vom Juni 2017 (51,91 EUR) ins Visier nehmen. Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, gilt es in Zukunft die 2015er-Hochs bei gut 45 EUR zu verteidigen.


FUCHS PETROLUB (Weekly)



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Quelle

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