| Ringen um die 200-Tages-Linie |
| Der DAX® zeigte sich gestern gut erholt von den Vortagesverlusten. So konnte das Aktienbarometer
die Marke von 12.000 Punkten zurückerobern und notiert wieder im unmittelbaren Dunstkreis
zur 200-Tages-Linie (akt. bei 12.017 Punkten). Aus charttechnischer Sicht wäre noch
wichtig, die jüngste Abwärtskurslücke (obere Gapkante bei 12.064 Punkten) zu schließen.
Für einen großen Befreiungsschlag gilt es allerdings unverändert, den seit Juni bestehenden
Korrekturtrend (akt. bei 12.159 Punkten) zu überwinden. Schließlich könnte dann die
Verschnaufpause der letzten Monate als trendbestätigende Flagge interpretiert werden.
Ohne eine positive Weichenstellung bleiben wir aufgrund der negativen Saisonalität
allerdings vorsichtig. Auf der Unterseite gilt es deshalb unbedingt, die o. g. Glättungslinie
bzw. die Unterstützungszone aus den jüngsten beiden Verlaufstiefs bei 11.935/869 Punkten
sowie dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtsimpuls seit November vergangenen
Jahres (11.891 Punkte) zu verteidigen. Als unterstützendes Element kann die Investorenstimmung
ins Feld geführt werden. Mit nur noch 25 % ist der Bullenanteil gemäß der Sentimenterhebung
der AAII inzwischen auf sehr niedrigem Niveau angekommen und zudem deutlich kleiner
als der Bärenanteil (39,9 %). |
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DAX® (Daily) |
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| Die entscheidenden Stresslevel |
| Während sich Anleger hierzulande mit der klassischen Sommerkorrektur konfrontiert
sehen, präsentiert sich der S&P 500® unverändert von seiner stressresistenten Seite.
Dabei gibt es derzeit genügend negative Argumente. Zunächst ist an dieser Stelle die
belastende Saisonalität – Stichwort: US-Präsidentschafts- bzw. Dekadenzyklus – ins
Feld zu führen. Aber auch die Indikatorenkonstellation hat es in sich. So notieren
RSI und MACD auf Monatsbasis auf historisch hohen Niveaus. Im Wochenbereich bilden
beide Indikatoren seit dem 1. Quartal 2017 negative Divergenzen aus, indem die letzten
Verlaufshochs nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wurden.
Trotz dieser Negativfaktoren bleibt (bisher) dennoch ein charttechnischer Sell-Trigger
aus. Für ein erstes Warnsignal würde in diesem Zusammenhang ein Bruch des Aufwärtstrends
seit April 2017 (akt. bei 2.426 Punkten) sorgen. Als noch schwerwiegender wäre u.
E. ein Rebreak des alten Rekordstands bei 2.401 Punkten einzustufen, welches den Boden
für eine Belastungsprobe der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.358 Punkten) bereiten dürfte. |
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S&P 500® (Daily) |
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| Abgeschlossene Bodenbildung |
| Seit Herbst 2011 befand sich die SGL-Aktie im Rückwärtsgang. Dieses übergeordnete
Regime dürfte sich nun grundlegend geändert haben. Schließlich konnte das Papier zuletzt
sowohl den langfristigen Abwärtstrend (akt. bei 12,50 EUR) brechen als auch einen
klassischen Doppelboden mit dem Sprung über das Hoch vom Mai 2016 bei 12,15 EUR abschließen.
Aus charttechnischer Sicht können Anleger also einen Haken hinter die beiden absolut
notwendigen Bedingungen für eine nachhaltige Wende zum Besseren machen. Eine zusätzliche
Bestätigung in Sachen „unterer Umkehr“ liefert der Halbjahreschart. In diesem hohen
Zeitfenster wurden zuletzt zwei „Innenstäbe“ ausgeprägt, die nun nach oben aufgelöst
wurden. Aus der Höhe des beschriebenen Doppelbodens lässt sich ein rechnerisches Anschlusspotential
von gut 5 EUR ableiten. Auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Kurspotentials markieren
die 200-Wochen-Linie (akt. bei 13,75 EUR) sowie die Hochs bei 15,44/63 EUR wichtige
Etappenziele. Um die vielversprechende Ausgangslage nicht zu verspielen, gilt es in
Zukunft den eingangs beschriebenen ehemaligen Kreuzwiderstand nicht mehr zu unterschreiten. |
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SGL Carbon (Weekly) |
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