| Saisonale Bremsklötze |
| Traditionell stellen die Sommermonate für die Weltbörsen nicht die beste Marktphase
dar. Zu dieser allgemeinen Aussage passt der US-Präsidentschaftszyklus, der im typischen
Verlauf des Zwischenwahljahres von Juni bis September eine volatile Entwicklung unterstellt.
Von Ende August bis Ende September droht im Durchschnitt sogar eine deutliche Schwächephase
des Dow Jones. Während für die USA saisonale Untersuchungen regelmäßig vorliegen,
fehlen diese für unseren heimischen Markt oftmals. Diesen „Makel“ wollen wir heute
beheben, indem wir die Wertentwicklung der aktuell zehn größten DAX®-Werte (SAP, Siemens,
Bayer, BASF, Allianz, Daimler, Dt. Telekom, adidas, Linde und Dt. Post) im Zeitraum
vom 1. Juni bis 30. September auf den Prüfstand stellen. Um unter saisonalen Aspekten
einen Vergleich über einen gesamten Marktzyklus mit Aufschwung-, Baisse- und Seitwärtsphasen
zu haben, ziehen wir bei der Analyse die Jahre 2000 bis 2017 heran. Das wichtigste
Ergebnis vorweg: Gemessen an der durchschnittlichen Kursentwicklung seit Beginn des
Jahrtausends haben die DAX®-Schwergewichte eine herausfordernde Zeit vor sich. Nur
drei von zehn Titeln (Linde, adidas, SAP) schafften in diesem Zeitraum ein Kursplus
(Fortsetzung siehe unten). |
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DAX® (Weekly) |
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| Saisonale Bremsklötze – Teil 2 |
| Doch nicht nur die Trefferquote von lediglich 30 % sorgt für Ernüchterung. Auch der
durchschnittliche Kursverlust von 1,36 % der großen deutschen „blue chips“ in den
Sommermonaten muss als Enttäuschung bezeichnet werden. Unter saisonalen Gesichtspunkten
dürften die Bäume beim DAX® – gemessen den Durchschnittsverläufen seiner Schwergewichte
– in naher Zukunft also nicht in den Himmel wachsen. Unter Risikogesichtspunkten ist
zudem auffällig, dass bis auf eine Ausnahme (adidas) das schlechteste Jahr größere
Kursverluste brachte als das beste Jahr den deutschen Schwergewichten an Kursgewinnen
bescherte. Mit anderen Worten: Die Gefahr negativer Überraschungen ist in den heißen
Sommermonaten gegeben. Interessant ist neben der Analyse der Gesamttrefferquote von
30 % noch die Betrachtung der Einzeljahre bei der „Top Ten“ der deutschen Börsenliga.
Eine Trefferquote von nahezu 50:50 ist angesichts der zugrunde liegenden Haussetendenz
seit Beginn des Jahrtausends kein überzeugendes Resultat. Saisonaler Rückenwind sieht
definitiv anders aus! Ein Grund mehr die 200-Tages-Linie beim DAX® unbedingt zu verteidigen. |
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DAX® (Daily) |
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| Intakter Abwärtstrend |
| Seit gut 15 Monaten haben Dialog-Aktionare einen schweren Stand. Durch die charttechnische
Brille betrachtet lastet ein abgeschlossenes Doppeltopp sowie der intakte Abwärtstrend
der letzten Monate auf dem Papier. In diesem Zusammenhang sorgten zuletzt das Abgleiten
unter den horizontalen Auffangbereich bei rund 20/19 EUR für eine Bestätigung der
grundsätzlichen Baissetendenz (siehe „HSBC Daily Trading“ vom 5. April). In die gleiche
Kerbe schlägt auch das neue Mehrjahrestief (14,74 EUR), so dass Anleger unverändert
von einer angeschlagenen charttechnischen Situation ausgehen müssen. Dennoch hat der
Kursverfall der letzten Monate Spuren bei den quantitativen Indikatoren hinterlassen.
So notieren sowohl der MACD als auch die Relative Stärke nach Levy auf historisch
niedrigem Niveau. Beide Trendfolger haben zuletzt zudem keine neuen Tiefs mehr ausgeprägt
(divergente Entwicklung). Deshalb sollten Anleger den Stopp für bestehende Shortpositionen
auf das Niveau des April-Tiefs bei 17,05 EUR nachziehen. Für eine wirkliche Verbesserung
der Chartsituation müsste allerdings der steile Baissetrend seit November 2017 (akt.
bei 18,61 EUR) gebrochen werden. |
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Dialog Semiconductor (Weekly) |
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