| Gestern hatten wir an dieser Stelle das „große Bild“ an den internationalen Aktienmärkten auf den Prüfstand gestellt. Ins Auge fallen derzeit die Vielzahl von Kursverläufen, die an klassischen „make or break“-Marken notieren (siehe „Daily Trading“ vom 31. März). Die gestern formulierte Marschroute, dass ein Überwinden der angeführten Schlüsselmarken die Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges Aufhellen der charttechnischen Ausgangslage darstellt, wollen wir heute mit einem zusätzlichen Ausrufezeichen versehen. Die beiden regelmäßig von uns im Rahmen des Jahresausblicks betrachteten Durchschnittsverläufe des Dekaden- bzw. des US-Präsidentschaftszyklus liefern aktuell eine wichtige Hilfestellung. Für die US-Märkte legt sowohl der typische Verlauf im „6er“-Jahr als auch der Durchschnittsverlauf aller Wahljahre ein zyklisches Hoch per Anfang April nahe, dem dann bis Ende Mai eine nennenswerte Korrektur folgt. Dieser „Ablaufplan“ wird bestätigt, wenn Investoren sich den typischen Verlauf des Dow Jones in Wahljahren betrachten, die die zweite Amtszeit des Präsidenten beenden – eine Wiederwahl des Amtsinhabers also nicht mehr möglich ist. Unter saisonalen Gesichtspunkten wird also ein Sprung über die gestern angeführten Schlüsselwiderstände eine Herausforderung. |