27.09.2016 09:00
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DAX® - Schuss vor den Bug

Schuss vor den Bug
Der DAX® startete gestern mit einem Abwärtsgap bei 10.611/10.561 Punkten in die neue Handelswoche. In der Folge waren sogar nennenswerte Anschlussverkäufe festzustellen, so dass der Wochenauftakt als durchaus „verhagelt“ bezeichnet werden kann. Unter dem Strich setzt sich damit die Serie an abrupten Kurswechseln der letzten Wochen fort, welche gleichermaßen eine Herausforderung für Analysten und Investoren darstellt. Aufgrund des schwachen Wochenstarts rückt bei den deutschen Standardwerten sofort wieder die Schlüsselzone aus dem ehemaligen Korrekturtrend seit April 2015 (akt. bei 10.350 Punkten) sowie den Hochs der Monate April, Mai und Juni zwischen 10.474 Punkten und 10.341 Punkten ins Blickfeld. Um schwerwiegenden charttechnischen Schaden vom DAX® abzuwenden, muss diese Bastion unbedingt verteidigt werden. Auf der Oberseite hat das Aktienbarometer mittlerweile eine wichtige Widerstandszone zwischen 10.705 und 10.802 Punkten etabliert. Wenngleich auf Basis der o. g. Schlüsselunterstützung heute mit einer Aufwärtsreaktion zu rechnen ist, dürfte die jüngste Achterbahnfahrt erst oberhalb der zuletzt genannten Marke beendet sein.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Bewegungsimpuls kündigt sich an
Im bisherigen Monatsverlauf zeigt sich der Ölpreis wenig verändert, was u. a. der kleine Körper der aktuellen Monatskerze dokumentiert. Darüber hinaus bildet sich das beschriebene Chartmuster vollständig innerhalb der Schwankungsbreite vom August aus („inside month“). Beide Phänomene signalisieren, dass sich derzeit ein gewisses Bewegungspotential aufstaut. An dieser Stelle lohnt es sich, die Zeitebene herunterzubrechen: Im übergeordneten Kontext bildet das „schwarze Gold“ möglicherweise eine inverse S-K-S-Formation aus (siehe Chart). Um der unteren Umkehr Nachdruck zu verleihen, ist allerdings ein Spurt über den im Juni etablierten Korrekturtrend (akt. bei 47,07 USD) vonnöten. Abgeschlossen wäre die Bodenbildung ohnehin erst, wenn die Hochs vom Oktober 2015 und Juni 2016 bei 50,92 USD bzw. 51,67 USD überwunden werden. Gelingt der Befreiungsschlag, dürften die wichtigen horizontalen Hürden bei rund 60 USD nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden darstellen. Bis zu einer positiven Weichenstellung sollten Investoren aber auch die Unterseite im Blick haben. Dem Tief vom August bei 39,19 USD kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Schließlich würde ein Abgleiten unter dieses Level das o. g. S-K-S-Muster zunichte machen.
 
 
  WTI Crude Future (Weekly)  
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Doppelboden vervollständigt
Am 1. und 13. Juli hatten wir bei der Twitter-Aktie bereits auf die Möglichkeit einer Trendwende hingewiesen. Seit letzter Woche ist die Bodenbildung – definiert durch die beiden Tiefs bei 13,91 USD und 13,73 USD – nun Realität. Für den entscheidenden Befreiungsschlag sorgte dabei der Spurt über die Widerstandszone aus den letzten beiden Verlaufshochs bei 20,32/21,10 USD sowie das Korrekturtief vom August 2015 bei 21,01 USD. Rein rechnerisch ergibt sich aus der Höhe der unteren Umkehr nun ein kalkulatorisches Anschlusspotential bis rund 27 USD. Die nächsten horizontalen Barrieren warten sogar erst wieder im Bereich von rund 30 USD (Tief vom Mai 2014/Hochs vom Herbst 2015). Regelmäßige Leser des „Daily Trading“ wissen, dass wir ein besonderes Augenmerk auf hohe Zeitebenen legen. Für besonders spannend halten wir derzeit den Quartalschart, wo sich aktuell ein „morning star“ abzeichnet. Unterstützung erhält dieses positive Candlestickmuster von der Indikatorenseite (z. B. MACD, RSI), die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Zur Gewinnsicherung sollte der Stopp für bestehende Engagements auf das Niveau der o. g. ehemaligen Widerstandszone angehoben werden.
 
 
  Twitter (Weekly)  
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