27.06.2016 09:00
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DAX® - „The day after“

„The day after“
Am Tag nach dem EU-Referendum in Großbritannien befand sich der DAX® – nach einem Verlust von in der Spitze rund 10 % verglichen mit dem Schlusskurs vom Donnerstag – auf der Suche nach einen neuen „Gleichgewicht“. Im Wochenbereich geriet dabei der langfristige Aufwärtstrend seit März 2009 (akt. bei 9.206 Punkten) am Freitag ernsthaft in Gefahr, konnte letztlich aber noch verteidigt werden. Aufgrund der Vorgaben müssen Anleger heute allerdings den Blick erneut nach Süden richten. Ein Abrutschen unter den beschriebenen Haussetrend würde die mittelfristigen Perspektiven spürbar eintrüben und das bisherige Jahrestief vom Februar bei 8.700 Punkten auf die Agenda rücken. Anleger sollten daher bestehende Longpositionen auf Basis des angeführten Trends absichern. Zuvor bildet das Tief vom Oktober 2015 bei 9.325 Punkten noch eine untergeordnete horizontale Haltemarke. Dass das beschriebene Szenario durchaus Realität werden kann, zeigen die technischen Indikatoren, bei denen der trendfolgende MACD kurz davor steht, dem Beispiel des Stochastik-Oszillators zu folgen und seine Triggerlinie von oben zu durchstoßen. Auf der Oberseite steht vor allem der Abwärtstrend seit dem Rekordhoch vom April 2015 (akt. bei 10.625 Punkten) höheren Notierungen im Weg.
 
 
  DAX® (Weekly)  
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Das große Bild
Das Abstimmungsergebnis in Großbritannien hat auch im Chartverlauf des Währungspaars EUR/USD deutliche Spuren hinterlassen. So lagen zwischen dem Tageshoch und -tief am vergangenen Freitag mehr als 5 US-Cents, was der größten Tagesschwankung seit Dezember 2008 entspricht. Gerade in diesen turbulenten Tagen lohnt sich u. E. der Blick auf den Quartalschart des Euro im Vergleich zum Greenback, den wir unverändert für den entscheidenden Seismographen für die langfristige Entwicklung des Währungspaars halten. So dürfte die jüngste Quartalskerze im Bereich der bereits vielfach angeführten Schlüsselbarrieren zwischen 1,15/1,18 USD erneut einen markanten Docht ausbilden. Damit wird die Relevanz der Widerstandszone aus den jüngsten Verlaufshochs bei 1,1495/1,1614/1,1711 USD sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (1,1773 USD bzw. 1,1807 USD) ein weiteres Mal bestätigt. Übergeordnet vollziehen sich die letzten Quartalskerzen allerdings weiter allesamt innerhalb der im 1. Quartal 2015 gesetzten Handelsspanne, so dass eine Serie von sog. „inside quarters“ entsteht. Unter strategischen Gesichtspunkten geben also nach wie vor die beschriebenen „Innenstäbe“ die entscheidenden Leitplanken vor.
 
 
  EUR/USD (Quarterly)  
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Schlüsselunterstützung wackelt
Deutlich prekärer gestaltet sich dagegen das Chartbild des Euro zum US-Dollar auf Tagesbasis. Hier sorgt die Entwicklung vom Freitag nicht nur für die Ausprägung eines massiven „outside days“, sondern auch für ein „bearish engulfing“. Dieses negative Candlestickmuster bringt eine wichtige Haltezone massiv in die Bredouille. Gemeint ist die Kombination aus dem Erholungstrend seit Dezember vergangenen Jahres (akt. bei 1,1139 USD), der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1097 USD) und dem Verlaufstief vom 30. Mai bei 1,1096 USD. Da ein nachhaltiger Rutsch unter diese Bastion zudem eine Toppbildung vervollständigen würde, kann die Bedeutung der angeführten Unterstützungen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bei einer negativen Weichenstellung dürften die Tiefs bei rund 1,08 USD nur Zwischenziele markieren, denn das rechnerische Abschlagspotential aus einer oberen Umkehr ließe sich auf rund 1,06 USD veranschlagen. Damit stünde auch die strategische Leitplanke auf der Unterseite in Form einer drohenden Auflösung der beschriebenen „inside quarters“ nach unten zur Disposition.
 
 
  EUR/USD (Daily)  
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