12.07.2016 08:00
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DAX® - Warten auf den großen Befreiungsschlag

Warten auf den großen Befreiungsschlag
Die auf Wochenbasis erfolgte Bestätigung des Aufwärtstrends seit März 2009 konnte der DAX® in einen erfolgreichen Wochenauftakt ummünzen. Die jüngste Aufwärtskurslücke (9.656 zu 9.690 Punkte) sowie das neue Einstiegssignal seitens des trendfolgenden MACD unterstreichen dabei die Ambitionen der Optimisten. Allerdings hat das Aktienbarometer die nächsten Hürden, die es zudem in sich haben, unmittelbar vor der Brust: So markiert das Hoch von Anfang Juli bei 9.809 Punkten nur den Auftakt zu einem wahren Widerstandsgürtel. Dieser speist sich zusätzlich durch die Glättungslinien der letzten 38 und 200 Tage (akt. bei 9.871/10.054 Punkten), den seit April 2015 bestehenden Korrekturtrend (9.902 Punkten) und vor allem die obere Gapkante der „Brexit-Kurslücke“ (10.105 Punkte). Abgerundet wird die beschriebene Kumulationszone durch zwei unterschiedliche Fibonacci-Retracements (10.065/10.109 Punkte). In der Konsequenz bedarf es eines Spurts über die angeführten Barrieren um nach der jüngsten Erholung grundsätzlich Entwarnung geben zu können. Auf der Unterseite dient dagegen die gestrige Kurslücke als erste Unterstützung. Wichtiger ist allerdings in Zukunft das jüngste „swing low“ bei 9.304 Punkten zu verteidigen.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Das Undenkbare denken
Die amerikanischen Standardwerte haben den „Brexit“-Rückschlag inzwischen gut verdaut. Sogar mehr als das: Schließlich steht beim S&P 500® seit gestern ein neuer historischer Hochstand jenseits der Marke von 2.135 Punkten zu Buche. In den letzten zweieinhalb Jahren hatte die Marktteilnehmer bei gut 2.100 Punkten in schöner Regelmäßigkeit der Mut verlassen. Entsprechend groß dürften die Implikationen sein, wenn das Aktienbarometer nun die Tradingrange zwischen den genannten Rekordständen auf der Ober- und rund 1.800 Punkten auf der Unterseite nachhaltig auflösen sollte. Zuversichtlich stimmt dabei die Marktbreite. So konnte die Advance-/Decline-Linie für alle an der NYSE notierten Papiere zuletzt neue Hochs verbuchen. Auf der Indikatorenseite möchten wir den MACD hervorheben, der auf Tagesbasis jüngst ein positives Schnittmuster geliefert und im Wochenbereich ein „bearish failure“ ausgeprägt hat. Verfestigt sich der beschriebene Befreiungsschlag, eröffnet sich aus der Höhe der beschriebenen Schiebezone ein kalkulatorisches Anschlusspotential von gut 300 Punkten. Um das Risiko eines „false breaks“ zu minimieren, bietet sich das Aprilhoch bei 2.111 Punkten als Stopp-Loss an, wodurch gleichzeitig ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis gewährleistet ist.
 
 
  S&P 500® (Daily)  
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Gapkante bei 38,97 EUR als Signalgeber
Extrem spannend gestaltet sich die aktuelle Chartkonstellation der United Internet-Aktie. Aufgrund des Abgleitens unter die Tiefs von 2015 bei gut 38 EUR steht zunächst eine abgeschlossene Toppbildung zu befürchten. Diese obere Umkehr hat allerdings keinen großen Verkaufsdruck mehr nach sich gezogen. Vielmehr weisen die letzten drei Wochenkerzen jeweils markante Lunten auf, – die letzten Beiden davon sogar als klassische „Hammer“-Umkehrmuster. In der Summe deuten die beschriebenen Candlestickmuster ein verändertes Kräfteverhältnis zwischen Bären und Bullen an. Wie lösen Anleger dieses Spannungsfeld am sinnvollsten auf? Hilfreich erscheint uns in diesem Zusammenhang die jüngste Abwärtskurslücke (obere Gapkante bei 38,97 EUR). Schafft es das Papier, die angeführte Notierungslücke zu schließen, wäre nicht nur die eingangs beschriebene obere Umkehr negiert, sondern gleichzeitig ein kleiner Doppelboden mit einem kalkulatorischen Anschlusspotential von gut 3 EUR vervollständigt. Rückenwind kommt dabei vom MACD, der nach der Ausbildung einer positiven Divergenz wieder eindeutig „long“ positioniert ist.
 
 
  United Internet (Daily)  
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Am Ball bleiben …
… aber Stopps nachziehen. Mit diesem einfachen Nenner lässt sich die charttechnische Ausgangslage der Exxon-Aktie zusammenfassen. Doch der Reihe nach: Nach dem Sprung über das Hoch vom November 2015 bei 87,43 USD, mit dem ein klassischer Doppelboden abgeschlossen wurde (siehe Chart), kommt nun der Wochenkerze von Ende Juni eine Schlüsselrolle zu. Mit dem entsprechenden Wochentief bei 88,11 USD kam es einerseits zu einem Pullback an die Nackenlinie der unteren Umkehr. Andererseits lagen die Grenzen der Kerze jeweils jenseits des Vorperiodenmusters, so dass eine sog. „outside week“ entstand. Dank der starken Vorwochenentwicklung liegt gleichzeitig ein „bullish engulfing“ vor, welches auf ein neues Aufwärtsmomentum hoffen lässt. Aus der Höhe der beschriebenen W-Formation lässt sich – konservativ ermittelt – ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von 103 USD ableiten. Von dieser Marke ist es dann nur noch ein Wimpernschlag bis zum bisherigen Allzeithoch vom Sommer 2014 bei 104,75 USD. Die beschriebene „outside week“ bietet allerdings auch unter Risikogesichtspunkten eine wichtige Orientierungshilfe. Um den Doppelboden nicht zu gefährden, sollte das o. g. Wochentief bzw. das Hoch vom November 2015 nicht mehr unterschritten werden.
 
 
  Exxon Mobil (Weekly)  
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