| Widerstand zusehends massiver |
| Trotz Verfall bewegte sich der DAX® am Freitag in einer engen Kursspanne zwischen
12.708 und 12.762 Punkten. Damit verblieb die Schwankungsbreite innerhalb des Pendants
des Vortages. Das so entstehende „harami“-Muster kann durchaus als Erfolg verbucht
werden, denn der „shooting star“ vom vergangenen Mittwoch sowie die rote Kerze vom
Donnerstag ließe durchaus Schlimmeres befürchten. Dennoch dokumentiert besonders die
zuerst angeführte Formation, dass ein Sprung über den Kreuzwiderstand aus der Parallelen
(akt. bei 12.784 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Februar und den letzten Rekordständen
bei 12.842/879/921 Punkten kein leichtes Unterfangen wird, zumal der trendfolgende
MACD an seiner Signallinie abgeprallt sein dürfte (siehe Chart). Auf der Unterseite
definiert indes die 38-Tages-Linie (akt. bei 12.655 Punkten) eine erste Unterstützung.
Unterhalb des jüngsten Verlaufstiefs bei 12.621 Punkten wäre zudem eine kleine Toppbildung
komplettiert. Wirklich Sorgen müssten sich DAX®-Anleger allerdings erst bei einem
Rebreak der alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten. Per Saldo bleibt Anleger
also die Schiebezone der letzten Wochen erhalten. |
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DAX® (Daily) |
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| Ausbruch und Absicherung |
| Der 9. Juni war für den S&P 500® ein besonderer Tag. An diesem Datum haben die amerikanischen
Standardwerte nicht nur ein neues Allzeithoch (2.446 Punkte) verbuchen können, sondern
auch ein wichtiges Tief (2.416 Punkte) ausgeprägt. Aus charttechnischer Sicht wird
diese Feststellung dadurch untermauert, dass seither nur sog. Innenstäbe ausgebildet
wurden. D. h. die Schwankungsbreiten der letzten fünf Tage verblieben innerhalb der
angeführten Leitplanken. Eine Auflösung der beschriebenen „inside candles“ sorgt deshalb
für das nächste wichtige Signal. Vor diesem Hintergrund dürfte ein neuer Rekordstand
jenseits der Marke von 2.446 Punkten den Grundstein für einen Anlauf auf die Parallele
(akt. bei 2.480 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Juni 2016 legen. Auf diesem Niveau
wäre dann auch das Kursziel aus der Schiebezone von Februar bis Mai abgearbeitet.
Aufgrund der bestehenden negativen Divergenzen (z. B. RSI, MACD) sollten sich Anleger
allerdings auch intensiv mit der Unterseite auseinandersetzen. Die Marke von 2.416
Punkten bildet hier den Auftakt zu einer wichtigen Auffangzone, welche sich über die
38-Tages-Linie (akt. bei 2.407 Punkten) bis zum alten Allzeithoch vom 1. März bei
2.401 Punkten erstreckt. |
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S&P 500® (Daily) |
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| Kritisches Level |
| Seit dem Hoch vom ersten Handelstag des Jahres (58,37 USD) befindet sich der Ölpreis-Future
im Rückwärtsgang. Dabei ist der Preis für das „Schwarze Gold“ zuletzt zum wiederholten
Mal in den Bereich der Kombination aus dem Aufwärtstrend seit August 2016 (akt. bei
48,00 USD) und der 90-Wochen-Linie (akt. bei 47,31 USD) zurückgefallen, die es zu
verteidigen gilt, um weitere Kursrücksetzer zu verhindern. Wird die angeführte Trendlinie
verletzt, dürften neue Jahrestiefs unterhalb von 46,64 USD die Folge sein. Konkrete
Anlaufmarken wären dann die Tiefs vom November (43,57 USD) und August 2016 (41,51
USD). Den Ölpreisbären kommen dabei die technischen Indikatoren zugute, bei denen
der Stochastik an seiner Triggerlinie abgeprallt ist („bullish failure“) und der MACD
ebenfalls ein Ausstiegssignal ausweist. Daher sollten derzeit noch bestehende Longpositionen
engmaschig abgesichert werden. Um das angeschlagene Bild aufzuhellen, müsste der Future
den genannten Haltebereich verteidigen und die 38-Wochen-Linie (akt. bei 52,43 USD)
zurückerobern. Für die mittelfristigen Perspektiven wäre es zudem wünschenswert, das
jüngste Verlaufshoch (54,67 USD) aus dem Weg zu räumen. |
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Brent Crude Future (Weekly) |
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