Devisen weekly: Abwertung des Yen bei weiter enttäuschenden Konjunkturdaten möglich
USD/JPY stieg im Vergleich zur Vorwoche von 111,36 auf 112,74 (+1,01 %). Grund hierfür dürften vor allem die positiven amerikanischen Wirtschaftsdaten gewesen sein, die den US-Dollar auch gegen eine Reihe von anderen Währungen aufwerten ließen. Die Terrorattacken in Brüssel sorgten nur kurzzeitig für einen stärkeren Yen. An der japanischen Konjunkturfront gab es wieder enttäuschende Daten. Der Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe fiel im März (mom) unter 50, wodurch ein konjunktureller Abschwung im verarbeitenden Gewerbe signalisiert wird. Ministerpräsident Abe hält an der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer für April 2017 fest, entgegen der Meinung verschiedener internationaler Ökonomen (Krugman, Stiglitz), die stattdessen zusätzliche fiskalische Maßnahmen zur Anregung des Wirtschaftswachstums fordern. Enttäuschen die nächsten Daten der japanischen Volkswirtschaft weiter, wird ein zusätzliches Eingreifen der Bank of Japan auf ihrer nächsten Sitzung wahrscheinlich, wodurch der Yen zumindest kurzfristig weiter abwerten dürfte.
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