Devisen weekly: Politische Unsicherheit in Großbritannien belastet Pfund
EUR/GBP liegt bei 0,789 und blieb damit im Vorwochenvergleich per Saldo nahezu unverändert. Zwischenzeitlich wertete das Pfund auf 0,778 auf, verlor seine Zugewinne im Wochenverlauf jedoch wieder. Grund für die generelle Schwäche des Pfundes ist vor allem die politische Unsicherheit in Großbritannien: Der europaskeptische Arbeitsminister Smith trat aufgrund von Uneinigkeiten mit dem neuen Haushaltsbudgets der Regierung zurück. Auf den heutigen Tag genau in drei Monaten (23. Juni) steht das Brexit-Referendum an: Es wird erwartet, dass sich Investoren zunehmend mit Verkaufsoptionen gegen eine Pfundabwertung absichern werden. Eine im Auftrag der „Confederation of British Industry“ erstellte Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Brexit bis 2020 950.000 Stellenverluste und einen Rückgang des britischen BIPs um 5% nach sich ziehen würde, sollte nicht zügig ein Freihandelsabkommen mit der EU zustande kommen. Wir erwarten, dass eine an Intensität zunehmende Brexit-Debatte über die nächsten Wochen das Pfund weiter unter Abwertungsdruck setzen wird.
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