13.11.2015 10:00
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Devisen weekly - EUR/USD, EUR/GBP, USD/JPY

Dollar profitiert von robuster US-Konjunktur und setzt Euro und Yen unter Druck. Bank of England stoppt Aufwärtstrend des Sterling.

EUR/USD gibt im Vergleich zur Vorwoche weiter nach und fällt von 1,086 auf zweitweise unter 1,07. Grund für die erneute Aufwertung des Dollar gegenüber dem Euro war die Veröffentlichung neuer Arbeitsmarktzahlen in den USA am vergangenen Freitag, die nach einer Schwächephase im Spätsommer überraschend stark ausfielen. Mit 5,0 Prozent liegt die Arbeitslosenquote nur noch 0,1 Prozentpunkte über dem von der Fed geschätzten Vollbeschäftigungsniveau von 4,9 Prozent, woraufhin die aus den FED-Funds-Futures abgeleitete Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember auf 66% stieg. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone wird in der kommenden Woche eine ganze Reihe von Konjunkturindikatoren veröffentlicht. Sollte sich die US-Wirtschaft weiter robust  zeigen und sich die Inflationsrate in der Eurozone dem EZB-Ziel nicht entscheidend nähern, wird der Aufwertungstrend des Dollar weiter gehen. EUR/USD-Werte von unter 1,065 wären dann möglich.

EUR/GBP blieb in der Berichtswoche per Saldo nahezu unverändert. Angesichts des überraschend eindeutigen Votums der Bank of England gegen eine Zinsanhebung konnte der Abwärtstrend der letzten drei Wochen vorerst gestoppt werden. Hinzu kamen die Anpassungen der Inflations- und Wachstumsprognosen nach unten für das Jahr 2016. Die Märkte erwarten die erste Anhebung der Repo-Rate nun nicht mehr vor Dezember 2016, womit die Zinswende in Großbritannien – im Gegensatz zu den USA – erst einmal vom Tisch ist. Eine Abwertung des Pfunds konnte jedoch durch starke britische Arbeitsmarktzahlen sowie die geschürten Erwartungen auf eine Ausweitung des QE-Programms in der Eurozone verhindert werden. Am Freitag werden neue BIP-Zahlen und am Montag die Inflationsrate für Oktober in der Eurozone veröffentlicht, die wegweisend für die Dezembersitzung sein werden. Wir erwarten EUR/GBP in der nächsten Woche weiterhin zwischen 0,70 und 0,71.

USD/JPY legte in der Berichtsperiode zu und stieg per Saldo von 121,5 auf etwas über 122,9. Analog zur Entwicklung von EUR/USD geschah der größte Sprung von USD/JPY am vergangenen Freitag nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarkt-daten. Die in der letzten Woche veröffentlichten japanischen Außenhandelsdaten für September waren zwar eine Enttäuschung, geben aber über die Richtung, die die japanische Konjunktur einschlagen wird, wenig Aufschluss. Aussagekräftiger könnte die Veröffentlichung der neuen Daten zur Industrieproduktion und zum Bruttoinlandsprodukt in der kommenden Woche sein. Sollte die japanische Wirtschaft erneut in eine Rezession rutschen, würden die Rufe nach einer Ausweitung der geldpolitischen Maßnahmen wohl wieder lauter und der Yen geriete weiter unter Druck. Wir sehen USD/JPY in der nächsten Woche zwischen 122 und 124.



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