01.04.2016 09:30
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Devisen weekly: Yellens Rede in New York schwächt US-Dollar und lässt Yen aufwerten

EUR/USD konnte in dieser Woche von 1,1164 auf 1,1327 zulegen (+1,5%). Die Abwertung des US-Dollars lässt sich vor allem auf die Rede der Fed-Präsidentin, Janet Yellen, vor dem Economic Club of New York zurückführen. Sie „erachtet es als angemessen für das Komitee, bei der Politikanpassung vorsichtig vorzugehen“. Damit scheint eine Zinsanhebung im April, die in den vergangenen Wochen implizit von einigen Fed-Mitgliedern ins Gespräch gebracht worden war, vom Tisch zu sein. Das amerikanische BIP-Wachstum konnte - gestützt durch den privaten Konsum - für das vierte Quartal 2015 mit 1,4% (QoQ annualisiert) statt 1,0% deutlich nach oben revidiert werden. Auch von der EZB werden weiterhin expansive Maßnahmen erwartet, nachdem im März die Preise gemäß erster Schätzung gesunken sind (-0,1% YoY). Insgesamt dürften sich die Erwartungen an die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks angleichen und über die nächste Woche für einen stabilen EUR/USD-Wechselkurs um 1,13 sorgen.

USD/JPY  legte im Wochenverlauf um 0,75% zu, doch infolge der Rede der Fed-Präsidentin Yellen sank das Wechselkurspaar auf 112,39 (-0,37%). Yellen bestätigte den „dovishen“ Kurs der amerikanischen Zentralbank, was  auch für die Abwertung des Dollars gegenüber 30 Vergleichswährungen verantwortlich ist. Sinkende japanische Exportzahlen führten dazu, dass die Industrieproduktion im Februar um 6,2% (MoM) zurück ging, was dem stärksten Rückgang seit dem Erdbeben im März 2011 entspricht. Gerüchte über ein mögliches Konjunkturprogramm noch vor dem Sommer wies der japanische Premierminister Abe zurück. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung will Abe allerdings nur im Falle unvorhersehbarer Ereignisse (z. B. Finanzkollaps, Erdbeben) verschieben. 

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