11.03.2017 10:03
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Die Fed auf dem Sprung


Die Märkte haben die Signale der regionalen Fed-Präsidenten Dudley und Williams sowie der Fed-Chefin Janet Yellen für eine bereits im März bevorstehende Leitzinserhöhung der US-Notenbank mit Gelassenheit aufgenommen. Yellen sprach davon, dass sich die Inflationsrate ihrem Zielwert nähert und die Beschäftigungshöhe in den USA im Wesentlichen nun den Zielvorstellungen der US-Notenbank entspricht. Darüber hinaus sagte sie, dass eine Zinserhöhung im März "wahrscheinlich angebracht" sei. Die Inflationsrate ist gemessen am Verbraucherpreisindex im Januar auf 2,5 % nach 2,1 % im Dezember angestiegen. Für die Gesamtjahre 2017 und 2018 rechnen wir mit einer US-Inflationsrate von 2,7 % bzw. 2,8 %.

 

Die Arbeitslosenquote war bereits im Januar 2016 erstmals seit 2008 wieder unter die Marke von 5,0 % gefallen und lag im Januar 2017 bei 4,8 %. Die solide Entwicklung am US-Arbeitsmarkt dürfte von einer Beschleunigung der Konjunkturdynamik in den USA gestützt werden. Wir gehen von einem Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 2,2 % in diesem Jahr aus.

 

Die US-Leitzinsen dürften im März nicht das letzte Mal in diesem Jahr erhöht werden. Wir rechnen bis Ende des Jahres mit zwei weite-ren Zinserhöhungen durch die US-Fed (September und Dezember) auf ein Niveau von 1,25 % bis 1,50 %. Bis Ende des nächsten Jahres erwarten wir einen US-Leitzins von 2,00 % bis 2,25 % und bis Ende 2019 von 2,75 % bis 3,00 %. Dies ist der zentrale Treibstoff für einen stärkeren US-Dollar. Kaum eine Zentralbank dürfte mit dieser Zinserhöhungsgeschwindigkeit mithalten können. Insbesondere bei der Europäischen Zentralbank rechnen wir noch längere Zeit nicht mit der Zinswende. Für den Zeitraum bis Ende 2019, in dem wir einen Anstieg des US-Leitzinses auf 3,00 % prognostizieren, ist noch mit einem EZB-Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) von 0,00 % zu rechnen.

 

Die zunehmende Divergenz des geldpolitischen Kurses zwischen der Fed und der EZB bleibt ein wichtiger Belastungsfaktor für den Euro. Der EUR-USD Wechselkurs dürfte über die nächsten zwölf Monate in Richtung 1,02 fallen und auf Sicht von 24 Monaten halten wir an der Prognose eines Wechselkurses von 1,00 EUR-USD fest.

 

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