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Diese Woche, wichtige Daten!


von Joachim Schallmayer

In dieser Woche gibt es drei ganz wichtige Ereignisse an den Kapitalmärkte.

 

Erstens, das Meeting der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Kehrtwende in der Geldpolitik zum Jahreswechsel war der entscheidende Faktor für die Rally an den Kapitalmärkten. Spannend wird jetzt sein, ob die Fed die Kapitalmärkte erneut positiv wird überraschen können. Angesichts der mittlerweile sehr dovishen Erwartungshaltung dürfte dies kaum gelingen, es sollten insgesamt also nicht allzu große Hoffnungen an das Meeting der Fed geknüpft werden. Allerdings wird die Fed die verbale Kehrtwende bestätigen und konkretisieren, was der Kapitalmarktrally dann zwar keinen neuen Impuls, aber zumindest eine Bestätigung geben würde. Konkret ist zu erwarten, dass sich die von den Notenbankern abgebebenen Erwartungen an den künftigen Zinspfad für das laufende Jahr deutlich nach unten bewegen und nur noch einen oder eventuell keinen Zinsschritt in diesem Jahr mehr andeuten. Darüber hinaus sollte ein konkreter Zeitplan genannt werden, wann und auf welchem Niveau die Reduzierung der Notenbankbilanz beendet wird.


Zweitens werden die Entwicklungen der Handelsgespräche zwischen den USA und China sehr genau vom Markt verfolgt werden. Denn es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass mit keiner schnellen und tragbaren Lösung gerechnet werden kann. Der ursprünglich für ein Handelsabkommen angedachte Termin Ende März ist bereits Makulatur. Kommentare über das Wochenende lassen vermuten, dass sich eine Einigung sogar bis in den Sommer hinein ziehen könnte. Das allerdings wäre, angesichts der hohen Erwartungen des Marktes auf eine rasche Beilegung der Streitigkeiten und Reduzierung der bestehenden Zölle, eine klare Enttäuschung. Es bleibt zu hoffen, dass für den „besten Handelsdeal“ aller Zeiten nicht der „Brexit Deal“ Pate stand.

 

Drittens werden die am Freitag dieser Woche zu berichtenden Einkaufsmanagerindizes von ganz entscheidender Bedeutung sein. Nach den sehr schwachen Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe sollte sich zumindest eine leichte Stabilisierung abzeichnen. Passiert dies nicht, wäre dies ein äußerst belastendes Zeichen für die Märkte und würde zum einen die Stabilität der Einkaufsmanagerindizes im Dienstleistungsbereich in Frage stellen, zum anderen würde sich dies aber auch belastend auf die Gewinnerwartungen der Unternehmen niederschlagen.

An konkreten Gewinnzahlen sind von Unternehmensseite in dieser Woche nur noch wenige nennenswerte Veröffentlichungen vorgesehen. Von Interesse vor allem die Zahlen aus dem Automobilsektor aus Deutschland und aus den USA stehen sicherlich FedEX, Micron Technology, Nike und Tiffany im Fokus.

 


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Quelle

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