| Die Kursentwicklung der E.ON-Aktie in den letzten Jahren ist ein absolutes Desaster. Dennoch gehört der Versorger derzeit auf die Beobachtungsliste von charttechnisch motivierten Anlegern. Das hat mehrere Gründe: Zum einen das hohe Handelsvolumen, welches mit der Ausprägung des 20-Jahres-Tiefs im September 2015 bei 7,08 EUR einherging. Zum anderen ist der Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band inzwischen sehr groß geworden (siehe Chart). Während ersteres ein Indiz für eine sog. "selling climax" darstellt, in deren Verlauf die Aktien von den zittrigen in die starken Hände wechseln, zeigt der Abstand des Volatilitätsindikators, dass der zugrundeliegende Baissetrend mittlerweile eine Dynamik erreicht hat, die sich kaum mehr steigern lässt. Von der technischen Seite möchten wir ein weiteres Detail hervorheben. Die gesamte Kursaktivität der letzten sechs Monate vollzieht sich innerhalb der Handelsspanne vom vergangenen Oktober. In der Konsequenz entstehen sechs "inside months" in Serie, womit der Kursverlauf ein weiteres Argument liefert, dass der größte Abverkaufsdruck inzwischen abgearbeitet ist. |