| E.ON-Aktionäre erleben bereits seit Anfang 2008 eine sehr schwierige Zeit, die sich zuletzt nochmals auf dramatische Art und Weise verschärft hat. Schließlich hat sich die Notierung des Versorgers seit Anfang Mai nochmals halbiert. Das jüngste Verlaufstief bei 7,08 EUR ist gleichbedeutend mit dem niedrigsten Stand der letzten 30 Jahre. Dennoch ist das Papier derzeit einen antizyklischen Blick wert: Das liegt zunächst einmal an der Kreuzunterstützung aus zwei fallenden Trendlinien (akt. bei 7,04/7,02 EUR), die zum einen die Tiefs von 1998 und 2003 bzw. zum anderen die Pendants aus den Jahren 2009 und 2011 verbindet (siehe Chart). Darüber hinaus ist die Umsatzentwicklung auf Basis der beschriebenen Haltezone bemerkenswert. Während auf Monatsbasis im September das höchste Volumen seit 2008 zu verzeichnen war, erreichten die Umsätze im Wochenbereich Mitte September sogar noch nie dagewesene Höhen. Per Saldo spricht das Handelsvolumen somit für eine klassische „selling climax“, in deren Verlauf – streng nach Kostolany – E.ON-Aktien unseres Erachtens von den schwachen in die starken Hände wechselten. |