Energiepreise steigen weiter
Öl- und Erdgaspreise belasten
Die Kapitalmärkte starten mit einer schwierigen Gemengelage in den Mittwoch. Im Fokus stehen die höheren Energiepreise und ihre Folgen für Inflation und Geldpolitik. In Asien bleibt das Börsenbild uneinheitlich: Technologiewerte zeigen relative Stärke, während höhere Ölpreise und der festere Yen zyklische und exportorientierte Titel belasten. Die Wall Street schloss am Dienstag im Minus. Der Renditedruck am US-Anleihemarkt hält an.
Worauf es heute ankommt
Entscheidend ist, ob der Energiepreisschub zu höheren Renditen und einer restriktiveren Zinspolitik führt. Bleiben die US-Renditen hoch und signalisieren die kommenden Daten zunehmenden Preisdruck, dürfte der Gegenwind für zinssensitive Aktien anhalten. Ein Rückgang der Energiepreise und der Renditen könnte dagegen den Boden für eine breitere Erholung an den Aktienmärkten bereiten.
Erdgaspreise im Höhenflug
Europas Gasspeicher sind für diese Jahreszeit ungewöhnlich schwach gefüllt. Anfang September lag der Füllstand in der EU bei 66,9 % beziehungsweise 757 TWh. Deutschland blieb mit 54,5 % oder knapp 135 TWh deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt zurück. Zwar wird weiterhin Gas eingespeichert, der Abstand zu den saisonal üblichen Niveaus bleibt jedoch groß. Gleichzeitig hat sich Erdgas am niederländischen Handelspunkt TTF kräftig verteuert. Der Oktober-Kontrakt stieg zeitweise auf mehr als 77 EUR je MWh und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2023. Belastend wirken vor allem Behinderungen der katarischen LNG-Exporte sowie der Wettbewerb mit Asien um alternative Lieferungen. Eine akute Gasknappheit zeichnet sich derzeit nicht ab. Bei einem kalten Winter oder weiteren Lieferausfällen bleiben die Preisrisiken jedoch hoch.Inflation in China steigt
Bereits heute früh wurde vermeldet, dass Chinas Inflation im August angezogen hat. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahr wie erwartet um 0,8 % nach 0,5 % im Juli. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau um 0,4 % und damit stärker als prognostiziert. Haupttreiber waren höhere Energiepreise sowie wetterbedingt gestiegene Lebensmittelpreise. Die Kerninflation stieg von 0,9 % auf 1,0 %; dies signalisiert moderaten binnenwirtschaftlichen Preisdruck. Stärker als erwartet entwickelten sich die Erzeugerpreise: Sie erhöhten sich im Jahresvergleich um 3,8 %, nach 3,5 % im Juli. Erwartet worden waren 3,6 %. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Energie-, Rohstoff- und Metallpreise. Insgesamt lassen die Daten auf wachsenden Kostendruck schließen, nicht aber auf eine breit angelegte, nachfragegetriebene Inflation.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


