08.05.2018 18:00
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Erholungsrallye im DAX macht Pause, Zahlenflut voraus

Anstatt einen neuen Angriff auf die psychologisch wichtige 13.000-Punkte-Marke zu starten, nahmen DAX-Anleger am heutigen Dienstag erst einmal Gewinne mit.

Das war heute los. Der heutige Dienstaghandel verlief nicht so positiv wie an den vorangegangenen Handelstagen. Ein Grund waren Gewinnmitnahmen. Allerdings war auch eine gewisse Verunsicherung in Bezug auf die Iran-Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump zu spüren. Da half es nicht einmal, dass der Euro zur Freude vieler DAX-Anleger im Vergleich zum US-Dollar weiter an Wert verlor. Wie wichtig eine schwächere europäische Gemeinschaftswährung wäre, zeigt der Blick auf die jüngsten Quartalsberichte deutscher Unternehmen. In vielen Fällen werden negative Wechselkurseffekte, allen voran ein starker Euro, als Belastungsfaktoren angeführt.

Das waren die Tops & Flops. Mit einem zwischenzeitlichen Kurssprung von rund 3 Prozent konnte die Beiersdorf-Aktie der wenig berauschenden Marktstimmung heute im DAX besonders gut trotzen. Der Nivea-Hersteller konnte das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzsprung beginnen. Das Unternehmen steigerte in den ersten drei Monaten seine Erlöse organisch um 6,5 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Die Jahresziele wurden bestätigt.

Deutlich schlechter lief der Tag dagegen für die Deutsche Post. Die Aktie des Post- und Logistikdienstleisters stürzte zeitweise um rund 7 Prozent ab und landete damit abgeschlagen am DAX-Ende. Die Deutsche Post hatte zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 mit negativen Wechselkurseffekten zu kämpfen. Auch höhere Betriebskosten, eine Grippewelle und neue Bilanzierungsstandards hatten die Ergebnisse belastet.

Das steht morgen an. Zur Wochenmitte bleiben marktbewegende Konjunkturdaten sowohl hierzulande als auch in den USA eher Mangelware. Im Gegensatz dazu dürften es Anleger angesichts der Vielzahl an Quartalsberichten und Hauptversammlungen schwer haben, den Überblick zu behalten. Im DAX halten adidas, Allianz, E.ON, HeidelbergCement und Vonovia ihre diesjährigen Hauptversammlungen ab. Neben Henkel und Siemens werden vor allem einige Unternehmen aus der zweiten Reihe ihre neuesten Geschäftsergebnisse vorlegen.

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Quelle

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