| Wann immer ein Basiswert eine charttechnische Steilvorlage liegen lässt, sollten Anleger hellhörig werden. Das Versagen eines Chartmusters begünstigt Positionsschieflagen und geht deshalb oftmals mit einer schnellen dynamischen Bewegung in entgegengesetzter Richtung einher. Dieses Szenario droht derzeit dem Euro im Vergleich zum britischen Pfund. Schließlich ringt die Einheitswährung seit vier Wochen mit dem wichtigen Kreuzwiderstand aus dem ehemaligen Aufwärtstrend seit Ende 2015 (akt. bei 0,8837 GBP) und den horizontalen Hochpunkten bei gut 0,88 GBP, dessen Überwinden darüber hinaus eine klassische Bodenbildung vervollständigen würde. Alle seither ausgeprägten Wochenkerzen weisen allerdings markante Dochte auf, worin sich der Respekt der Marktteilnehmer vor den angeführten Hürden widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund definieren wir einen Rutsch unter die Marke von 0,87 GBP als Signalgeber dafür, dass sich der o. g. Kreuzwiderstand als zu hohe Hürde erwiesen hat. Bei einer negativen Weichenstellung müssen Anleger u. E. einen Rücksetzer bis zu den jüngsten Verlaufstiefs bei 0,83 GBP einkalkulieren. Unterhalb dieses Levels wäre dann sogar einen multiple Toppformation vervollständigt. |