| Innerhalb der regelmäßig angeführten „großen Leitplanken“ von 1,15 USD auf der Ober- bzw. 1,05 USD auf der Unterseite müssen Anleger beim Währungspaar EUR/USD aktuell eher den Blick nach Süden richten. Aus charttechnischer Sicht begründet sich diese Einschätzung vor allem durch den Bruch des im Dezember vergangenen Jahres etablierten Erholungstrends (akt. bei 1,1173 USD). Das Ende des Trends wurde jüngst mit einem lehrbuchmäßigen Pullback sowie durch das Abgleiten unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1093 USD) bestätigt. Darüber hinaus wurde damit eine kleine Toppbildung vervollständigt, aus der sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotenzial bis in den Bereich von 1,06 USD ableiten lässt. Da auch die quantitativen Indikatoren negativ zu interpretieren sind (z. B. RSI, MACD), dürften die verschiedenen Tiefs bei rund 1,08 USD nur Zwischenetappen auf dem Weg nach unten darstellen. Im übergeordneten Kontext sollten Investoren deshalb eher das untere Ende der großen Schiebezone in Form der Tiefstände des Jahres 2015 bei rund 1,05 USD im Auge behalten. Den Bullen hilft dagegen nur eine schnelle Rückkehr in den ehemaligen Erholungstrend von Dezember 2015, die derzeit aber eindeutig das unwahrscheinlichere Szenario darstellt. |