| Kernunterstützung sollte (zunächst) halten |
| Die bisherige Börsenwoche steht unter keinem guten Stern. So musste der DAX® dem „bearish engulfing“ vom Wochenbeginn bzw. der jüngsten Kurslücke bei 9.659/9.701 Punkten gestern weiterhin Tribut zollen. Damit wurde die wichtige Haltezone aus den Tiefs bei 9.338/25/15 Punkten und dem Aufwärtstrend seit März 2009 (auf monatlicher Basis akt. bei 9.303 Punkten) einer nochmaligen Belastungsprobe unterzogen. Bei einem Bruch dieser Bastion bleibt dem Aktienbarometer mit dem jüngsten Verlaufstief bei 9.214 Punkten nur noch eine letzte Rückzugslinie, bevor das bisherige Jahrestief bei 8.699 Punkten wieder auf die Agenda rückt. Dank des „reversals“ in den USA dürfte heute beim DAX® zwar Entspannung angesagt sein, doch der Weg nach Norden ist steinig. Schließlich besitzt das Chartbild der deutschen Standardwerte solange Schlagseite, wie das Aktienbarometer unterhalb des extrem massiven Widerstandsgürtels aus dem jüngsten Verlaufshoch (9.809 Punkte), den Glättungslinien der letzten 38 bzw. 200 Tage (akt. bei 9.896/10.053 Punkten) und insbesondere der oberen Gapkante der „Brexit“-Kurslücke (10.105 Punkte) notiert. |
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DAX® (Daily)
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| Vorsicht ist angebracht |
| Innerhalb der regelmäßig angeführten „großen Leitplanken“ von 1,15 USD auf der Ober- bzw. 1,05 USD auf der Unterseite müssen Anleger beim Währungspaar EUR/USD aktuell eher den Blick nach Süden richten. Aus charttechnischer Sicht begründet sich diese Einschätzung vor allem durch den Bruch des im Dezember vergangenen Jahres etablierten Erholungstrends (akt. bei 1,1173 USD). Das Ende des Trends wurde jüngst mit einem lehrbuchmäßigen Pullback sowie durch das Abgleiten unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1093 USD) bestätigt. Darüber hinaus wurde damit eine kleine Toppbildung vervollständigt, aus der sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotenzial bis in den Bereich von 1,06 USD ableiten lässt. Da auch die quantitativen Indikatoren negativ zu interpretieren sind (z. B. RSI, MACD), dürften die verschiedenen Tiefs bei rund 1,08 USD nur Zwischenetappen auf dem Weg nach unten darstellen. Im übergeordneten Kontext sollten Investoren deshalb eher das untere Ende der großen Schiebezone in Form der Tiefstände des Jahres 2015 bei rund 1,05 USD im Auge behalten. Den Bullen hilft dagegen nur eine schnelle Rückkehr in den ehemaligen Erholungstrend von Dezember 2015, die derzeit aber eindeutig das unwahrscheinlichere Szenario darstellt. |
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EUR/USD (Daily)
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| Die nächste Breitseite |
| Autoaktien gehören zu den Titeln, die im bisherigen Jahresverlauf am stärksten unter die Räder gekommen sind. Die Papiere von Daimler bilden dabei keine Ausnahme. Auch aus charttechnischer kann derzeit keine Entwarnung gegeben werden. Im Gegenteil: Zuletzt musste der Autotitel sogar die Schlüsselhaltezone aus den Tiefs vom Februar 2016 und Oktober 2014 bei 57,01/55,10 EUR, der Parallelen zum Baissetrend seit März 2015 sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (56,63/54,63 EUR) preisgeben. Damit wurde gleichzeitig eine größere Toppbildung vervollständigt. Die nächsten Rückzugslinien befinden sich nun bei 48,95 EUR (Hoch vom März 2012) bzw. bei 47,27 EUR (Hoch vom März 2013). Einzig der RSI, der bereits nahe des überverkauften Terrains notiert, sorgt für einen kleinen Hoffnungsschimmer. Für charttechnisch motivierte Anleger sind Longengagements allerdings solange „tabu“ wie es der Daimler-Aktie nicht gelingt, die o. g. ehemaligen Schlüsselunterstützungen zurückzuerobern. Damit ist die besagte Zone prädestiniert als Stopp-Loss für bestehende „Shorts“. |
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Daimler (Weekly)
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