| Die Fresenius-Aktie galt lange als Überflieger unter den deutschen Standardwerten.
Der Bruch des seit 2009 bestehenden Haussetrends (akt. bei 77,95 EUR) sowie die nach
unten drehende 38-Wochen-Linie (akt. bei 73,17 EUR) sorgten zuletzt allerdings für
„Sand im (charttechnischen) Getriebe“. Seit einem Pullback bis in den Dunstkreis dieser
langfristigen Glättung befindet sich das Papier wieder auf dem Rückzug. In dieser
Gemengelage gilt es, ein nachhaltiges Abgleiten unter das jüngste Verlaufstief bei
67,16 EUR zu verhindern. Ansonsten müssten charttechnisch motivierte Anleger von einer
nach unten aufgelösten seitlichen Schiebezone ausgehen (siehe Chart), die ein rechnerisches
Abschlagspotential von rund 5 EUR bereithalten würde. Dieses Rückschlagsrisiko reicht
aus, um den horizontalen Auffangbereich aus den Tiefs vom November und Juni 2016 bei
63,62 EUR bzw. 60,00 EUR auszuloten. Dass der Druck auf das Papier hoch bleiben dürfte,
signalisiert das drohende „bearish engulfing“ auf Monatsbasis sowie die in diesem
Zeitfenster im Verlauf des RSI vorliegende Toppbildung. Als Absicherung auf der Oberseite
bietet sich die o. g. 38-Wochen-Linie an. |