| Im Jahresverlauf 2017 hat der Goldpreis bisher per Saldo knapp zweistellig zulegen können. Der Aufwärtsimpuls seit dem zyklischen Tief vom Dezember 2016 bei 1.122 USD steht nun aber vor einer wichtigen Nagelprobe. Schließlich hat das Edelmetall den seit September 2011 bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 1.290 USD) unmittelbar vor der Brust. Wenngleich die quantitativen Indikatoren freundlich zu interpretieren sind – Stichwort: Bodenbildung im Verlauf des RSI bzw. Aufsetzen des MACD auf seiner Signallinie –, sollten Anleger den Bruch der angeführten Trendlinie abwarten. Da die gesamte Korrektur der letzten Jahre im Erfolgsfall letztlich als Flagge zu interpretieren wäre, kann die Bedeutung dieser "make or break"-Marke gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Für ein weiteres Argument sorgt an dieser Stelle, dass ein Anstieg über 1.300 USD auch aus Sicht des Point & Figure-Charts für ein neues Investmentkaufsignal sorgen würde. Scheitert der Goldpreis indes an dem langfristigen Abwärtstrend, definiert das Maitief bei 1.214 USD einen ersten und die Kreuzunterstützung aus dem o. g. Dezembertief und einer internen Trendlinie seit Mai 2013 (siehe Chart; akt. bei 1.104 USD) einen weiteren, sehr wichtigen Rückzugsbereich. |