10.11.2016 08:00
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Handelsblatt DAX® - 10.800 im Visier

10.800 im Visier
Was für ein Tag! Nach drei Kurslücken in den vier vorangegangenen Handelstagen testete der DAX® gestern zur Eröffnung die Schlüsselhaltezone aus dem Tief vom 30. September bei 10.190 Punkten, der 38-Wochen-Linie (akt. bei 10.163 Punkten) sowie dem ehemaligen Abwärtstrend seit April vergangenen Jahres (akt. bei 10.159 Punkten). Diesen Test hat das Aktienbarometer mit Bravour bestanden, denn es folgte während des gesamten Handelstages eine dynamische Erholung. In der Konsequenz entsteht ein „bullish engulfing“, welches die Körper der fünf(!) vorangegangenen Tageskerzen umschließt. Doch nicht nur das: Da der DAX® praktisch auf Tagestief in den Handel startete und nahezu auf Tageshoch über die Ziellinie ging, entsteht gleichzeitig ein „weißer Block“. Beide Candlestickmuster begünstigen eine unmittelbare Fortsetzung der gestrigen Rally. Das obere Ende der Tradingrange der letzten Monate zwischen 10.200 und 10.800 Punkten definiert dabei das nächste Anlaufziel. Eine Auflösung dieses Konsolidierungsmusters nach oben, würde aus charttechnischer Sicht für den Startschuss einer fast nicht mehr für möglich gehaltenen Jahresendrally sorgen, zumal die US-Indizes derzeit Flaggenkonsolidierungen nach oben auflösen.
 
 
  DAX® (Daily)  
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„outside day“ bestätigt Kumulationszone
Mit einer Tagesspanne von mehr als 3,5 US-Cents zeigte der Euro zum US-Dollar gestern die größte Schwankungsbreite seit dem „Brexit“-Referendum. Da die Grenzen der gestrigen Tageskerze zudem außerhalb der Vortagespendants lagen, entstand ein sog. „outside day“. In der technischen Analyse wird solchen Außenstäben eine besondere Bedeutung beigemessen. Diese Einschätzung wird durch den markanten Docht der gestrigen Tageskerze unterstrichen. Schließlich erfährt dadurch ein wichtiges Barrierenbündel eine zusätzliche Bestätigung. Gemeint ist die Kombination aus dem ehemaligen Erholungstrend seit Dezember 2015 (akt. bei 1,1148), der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1178) sowie dem Anfang Mai etablierten Baissetrend (akt. bei 1,1182). Ohne einen Sprung über die angeführte Kumulationszone dürfte der Euro weiter einen schweren Stand haben, zumal die jüngste Erholung als idealtypischer Pullback an die o. g. Kumulationszone interpretiert werden kann. In dieser Gemengelage definiert das Tief vom Juni bei 1,0909 USD eine wichtige Unterstützung, ehe das Oktobertief bei 1,0848 USD wieder in den Fokus rückt. Unter strategischen Gesichtspunkten besteht aber erst Handlungsbedarf, wenn die seit Januar 2015 bestehenden Leitplanken bei rund 1,17 USD bzw. 1,05 USD verlassen werden.
 
 
  EUR/USD (Daily)  
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Das große Bild
Mit einer Schwankungsbreite von fast 70 USD zeigte auch der Goldpreis gestern die größte Tagesrange seit Ende Juni. Wie so oft in den letzten Wochen fand das Edelmetall dabei Halt im Bereich der 200-Tages-Linie (akt. bei 1.280 USD). Abseits dieser kurzfristigen Entwicklung messen wir auf der Unterseite der Marke von 1.200 USD unverändert eine hohe Bedeutung bei. Von März bis Juni wurde auf diesem Niveau jeweils die Monatstiefs ausgeprägt, weshalb Anleger dieses Level als Stopp-Loss heranziehen können. Auf der Oberseite sollten Investoren dem seit dem Allzeithoch vom September 2011 bei 1.920 USD bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 1.344 USD) ihre Aufmerksamkeit schenken. Gelingt der Bruch dieser Trendlinie, wäre die Korrektur der letzten fünf Jahre endgültig Geschichte. Das bisherige Jahreshoch bei 1.375 USD bzw. das Pendant vom März 2014 bei 1.392 USD dürften im Erfolgsfall nur Durchgangsstationen auf dem Weg nach Norden darstellen. Mut im Hinblick auf einen langfristigen Befreiungsschlag macht die Bodenbildung im Verlauf des RSI sowie der auf Monatsbasis freundlich zu interpretierende trendfolgende MACD.
 
 
  Gold (Monthly)  
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Schlüsselbarrieren genommen
Den kleinen Zündfunken, der laut „Daily Trading“ vom 30. September noch fehlte, hat die SAF Holland-Aktie mittlerweile entfacht. Schließlich hat das Papier den Kumulationspunkt aus dem seit April 2015 bestehenden Korrekturtrend (akt. bei 11,17 EUR), der Nackenlinie des seinerzeit diskutierten Doppelbodens (11,29 EUR) sowie der 38-Monats-Linie (akt. bei 11,70 EUR) mittlerweile hinter sich gelassen und gestern lehrbuchmäßig zurückgetestet. Damit hat der Titel die Haltezone bei knapp 9 EUR als das erwartete Sprungbrett genutzt. Da das bisherige Jahreshoch bei 12,40 EUR – bestätigt durch die beiden Verlaufshochs von 2014 bei 12,29/30 EUR – gestern überwunden wurde, stecken die Hochpunkte vom letzten Quartal vergangenen Jahres bei 13,83/13,90 EUR die nächsten wichtigen Barrieren ab. Interessanterweise harmonieren die beiden angeführten Marken bestens mit dem rechnerischen Anschlusspotential, welches sich aus der jüngst vervollständigten unteren Umkehr ableiten lässt. Um das Risiko eines Fehlausbruchs gar nicht erst aufkommen zu lassen, gilt es in Zukunft, den o. g. Kumulationspunkt bei gut 11 EUR nicht mehr zu unterschreiten.
 
 
  SAF Holland (Weekly)  
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