| Die Jenoptik-Aktie hat die 161,8%-Fibonacci-Projektion des gesamten Baisseimpulses
von August 2002 bis Juni 2009 (24,56 EUR) zuletzt zumindest zeitweise überschritten.
Mit 26,67 EUR scheint der Technologietitel aber sein zyklisches Hoch ausgebildet zu
haben. Schließlich steht auf monatlicher Basis ein klassischer „evening star“ zu Buche.
Dieses negative Candlestickmuster mahnt zur Vorsicht, insbesondere wenn die Aktie
nachhaltig in den steilen Aufwärtstrendkanal seit Herbst 2014 (obere Begrenzung akt.
bei 22,85 EUR) zurückfallen sollte. Auch die quantitativen Indikatoren betonen derzeit
die Risiken. Während der MACD auf historisch hohem Niveau notiert, steht der RSI unmittelbar
vor einem neuen Ausstiegssignal. Im Fall einer negativen Weichenstellung lässt die
alte Börsenweisheit „was es nach oben versucht hat und gescheitert ist, versucht es
in der Folge nach unten“, sogar ein Ausloten der Haltezone aus den Hochs bei gut 16
EUR und der unteren Kanalbegrenzung des steilen Haussetrends (akt. bei 14,97 EUR)
befürchten. Um die negativen Implikationen des angeführten „evening stars“ abzumildern,
ist zumindest eine Rückeroberung des eingangs erwähnten Fibonacci-Levels vonnöten. |