Keine Leitzinsänderung in Australien
S&P 500 leichter, Gold- und Ölpreise ziehen an
Die internationalen Kapitalmärkte starten mit erhöhter geopolitischer Risikoprämie in den Dienstag. Die Gesprächezwischen den USA dem Iran über eine Friedenslösung und die Wiederöffnung der Straße von Hormus sind ins Stocken geraten. Brent-Öl verteuerte sich am Morgen zeitweise auf rund 88 USD je Barrel. Der erneute Energiepreisschub schürt die Sorge, dass die Notenbanken im Kampf gegen die Inflation weniger Spielraum erhalten könnten. An der Wall Street überwogen zum Wochenauftakt leichte Gewinnmitnahmen. Der S&P 500 gab um 0,06 % nach, der Nasdaq Composite verlor 0,32 %. Unter Druck stand insbesondere der Technologiesektor. In Asien zeigt sich am Morgen eine verhalten positive Tendenz. Der MSCI-Index für Asien/Pazifik legt außerhalb Japans rund 0,2 % zu, der südkoreanische Kospi etwa 0,3%. Wegen des heutigen „Mountain Day“ (Tag des Berges) bleiben die Börsen in Japan geschlossen. Der 11. August ist dort ein gesetzlicher Feiertag, sodass an der Tokyo Stock Exchange kein regulärer Aktienhandel stattfindet. Die Reserve Bank of Australia hat den Leitzins erwartungsgemäß bei 4,35 % belassen. Nach drei Zinserhöhungen in diesem Jahr will die RBA zunächst deren Wirkung abwarten. Zugleich bleibt sie wachsam: Die Inflation ist weiterhin zu hoch, und bei neuen Aufwärtsrisiken schließt die Notenbank weitere Zinsschritte nicht aus.
Europäischer Gaspreis legt deutlich zu
Die europäischen Erdgaspreise sind zum Wochenauftakt kräftig gestiegen. Der richtungsweisende niederländische TTF-Future kletterte zeitweise auf rund 62 EUR je Megawattstunde und damit deutlich über den Schlussstand vom Freitag. Für Aufwärtsdruck sorgt vor allem die anhaltende Unsicherheit über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, die Zweifel an einer raschen Entspannung der Versorgungslage nährt. Zusätzlichen Preisdruck bringen die hohen Temperaturen in weiten Teilen Europas. Der dadurch steigende Strombedarf für Klimaanlagen erhöht zugleich den Einsatz von Gaskraftwerken und erschwert den weiteren Aufbau der Vorräte. Die europäischen Gasspeicher sind derzeit zu 59 % gefüllt und liegen damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Zusammen mit dem Wettbewerb mit asiatischen Abnehmern um LNG-Lieferungen bleibt der Markt daher anfällig für weitere Preissprünge.
US-Daten: Mittelstand und Immobilienmarkt im Fokus
Heute stehen in den USA zwei Konjunkturindikatoren im Blickpunkt. Um 12:00 Uhr wird zunächst das NFIB-Geschäftsklima für kleine und mittlere Unternehmen veröffentlicht. Nach dem kräftigen Anstieg im Juni von 95,3 auf 97,4 Punkte rechnen Ökonomen für Juli mit einer leichten Abschwächung auf 97,3 Punkte. Damit würde der Index weiterhin knapp unter seinem langfristigen Durchschnitt von 98 Punkten liegen. Am Nachmittag folgen die Verkäufe bestehender Häuser. Erwartet wird für Juli eine annualisierte Verkaufszahl von 4,05 Millionen Einheiten, nach 4,09 Millionen im Vormonat. Dies entspräche einem weiteren leichten Rückgang von knapp einem Prozent. Bereits im Juni waren die Verkäufe um 2,4 % gesunken. Hohe Finanzierungskosten und ein weiterhin hohes Preisniveau bremsen die Nachfrage am US-ImmobilienmarktWichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


