Trump-Rede: Im Westen nichts Neues
Trump wiederholt bekannte Aussagen
Gemäß Eurostat-Meldung von gestern lag die Teuerungsrate im Euroraum im vergangenen Monat bei 2,5 %. Flüsterschätzungen hatten zuvor zwar noch höhere Werte für möglich gehalten. Trotzdem werden sich die EZB-Granden alarmiert zeigen. Den geldpolitisch Verantwortlichen stecken noch die Erfahrungen der Hochinflationszeit im Zuge der Corona-Pandemie in den Knochen. Wir erwarten für das laufenden Jahr von der Geldpolitik im Euroraum nunmehr zwei Zinserhöhungsschritte um jeweils 25 Basispunkte. Mehr sollten es dieses Jahr nicht werden: Es geht um eine Vorsichtsmaßnahme, nicht um die Eindämmung einer galoppierenden Hyperinflation. Eine Eskalation scheint damit mit Blick auf die zunehmende US-Truppenpräsenz in der Region weiterhin nicht vom Tisch. Und auch an den Börsen scheint die Rede weniger gut angekommen zu sein. Nach einer Fortsetzung der Börsenerholung gestern stehen die Börsen in Asien heute wieder unter Druck. Neben dem koreanischen KOSPI (-4,2 %) wiesen der japanische Nikkei 225 (-2,2 %) und der indische Nifty 50 (-2,0 %) das größte Minus auf. Ebenso signalisieren die europäischen und die US-Futures einen roten Start in den Tag. Die Ölpreise sind im Steigen begriffen. Der Juli-Kontrakt für Brent-Rohöl lag zuletzt mit fast 108 USD um 7 % über dem Vortagesniveau.
Stimmungsindikatoren in Asien
Nachdem zu Beginn der Woche die Stimmungsindikatoren in der europäischen Wirtschaft im Vordergrund standen, meldeten gestern auch zahlreiche asiatische Länder die Einkaufsmanagerindizes für die Industrieentwicklung im Monat März. Wenig überraschend waren auch dort die Störungen der Lieferketten sowie die global steigenden Energiepreise die zentralen Belastungsfaktoren. In China stiegen die Inputpreise laut dem privat erhobenen RatingDog PMI auf den höchsten Stand seit März 2022. In Indien rutschte der Einkaufsmanagerindex der Industrie deutlich auf 53,8 Punkte ab - der niedrigste Wert in über vier Jahren. Und auch in Japan trübte sich die Stimmung ein, wobei der PMI um 1,4 Punkte auf 51,6 Punkte sank. Südkorea, Malaysia und Thailand konnten hingegen eine überraschend starke Dynamik vorweisen. Die bis in den März hinein robuste Nachfrage aus dem Elektroniksektor dürfte hier vorerst als Puffer gegen die geopolitischen Verwerfungen fungiert haben. Doch auch für diese Volkswirtschaften gilt: Die weitere konjunkturelle Entwicklung steht und fällt mit der Lage im Nahen Osten.US-Arbeitsmarktbericht im Fokus
Während der Datenkalender heute eher dünn ausfällt (mit der Veröffentlichung der US-Handelsbilanz für Februar als wichtigstem Ereignis), steht zum Abschluss der verkürzten Handelswoche morgen noch der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat März an. Nach einem starken Rückgang der Beschäftigung in Höhe von 92.000 dürfte im März wieder ein Stellenzuwachs verzeichnet worden sein. Wir erwarten einen Anstieg um 75.000 Jobs. Die Arbeitslosenquote dürfte dennoch leicht auf 4,5 % gestiegen sein (zuvor: 4,4 %).
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