08.02.2016 09:36
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Wahrheitsgehalt der chinesischen Wachstumszahlen

Marktkommentar

Wahrheitsgehalt der chinesischen Wachstumszahlen

Aufgrund der allgemeinen Zweifel am Wahrheitsgehalt der chinesischen Wachstumszahlen herrscht Unklarheit darüber, wie stark sich das chinesische Wirtschaftswachstum tatsächlich verlangsamt. Premierminister Li Keqiang soll vor Jahren einmal gesagt haben, dass die chinesischen Wachstumszahlen „fabriziert“ seien und dass Daten wie der Energieverbrauch, das Schienenfrachtvolumen und die Neukreditvergabe ein zuverlässigerer Maßstab für das chinesische Wachstum seien. Diesen Indikatoren zufolge wäre das Wachstum derzeit schwächer als die offiziellen Zahlen behaupten. Die auf diesen Kennzahlen beruhenden Indizes legen allerdings einen zu starken Schwerpunkt auf den Fertigungssektor der chinesischen Volkswirtschaft und spiegeln das rasante Wachstum der mittlerweile dominanten Sektoren Einzelhandel und Dienstleistungen nicht angemessen wider. So beträgt das Wachstum der Einzelhandelsumsätze nach wie vor mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus haben die geldpolitischen Anreizmaßnahmen zuletzt zu einem kräftigen Wachstum der Geldmenge geführt; nimmt man hier die Entwicklung der Vergangenheit als Maßstab, dann könnte sogar der Wachstumsindikator von Premierminister Li Keqiang demnächst nach oben tendieren.

 

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