25.02.2016 08:00
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DAX® - Blick geht schon wieder nach Süden

Blick geht schon wieder nach Süden
„9.300 muss halten“ titelten wir in der gestrigen Ausgabe des „Daily Tradings“. Diese Warnung kam für den DAX® keine Sekunde zu früh, denn gestern galt es tatsächlich das Rebreak der Tiefs vom August/September 2015 und Januar 2016 bei 9.338/25/15 Punkten zu verkraften. Unter dem Strich hat sich die charttechnische Verfassung des Aktienbarometers damit bereits wieder eingetrübt, denn letztlich muss die jüngste Erholung als nahezu idealtypischer Pullback an die Parallele (akt. bei 9.491 Punkten) zum Abwärtstrend seit April 2015 interpretiert werden (siehe Chart). Die nächste Auffangzone auf der Unterseite wird in diesem Zusammenhang durch die Kurslücke von Mitte Februar bei 9.079/8.968 Punkten definiert. Danach stünde bereits wieder der langfristige, seit März 2009 bestehende Haussetrend (auf Wochenbasis akt. bei 8.816 Punkten) bzw. das bisherige Jahrestief bei 8.699 Punkten zur Disposition. Wenngleich das „reversal“ an den US-Märkten dafür sorgen dürfte, dass die schlimmsten Befürchtungen heute nicht eintreffen, bedarf es für eine nachhaltige Verbesserung weiter eines Spurts über das jüngste „swing high“ bei 9.581 Punkten.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Null Toleranz gegenüber weiteren Kursverlusten
Im technischen Jahresausblick hoben wir beim Währungspaar EUR/USD das Phänomen hervor, dass diverse Quartals- und Monatskerzen markante Dochte im Bereich der Marke von rund 1,15 USD aufwiesen. Interessanterweise zeigt die jüngste Monatskerze ein ähnliches Verhaltensmuster, denn ausgehend vom zwischenzeitlichen Monatshoch bei 1,1375 USD ist der Euro zum Greenback inzwischen deutlich zurückgekommen. Da der dadurch entstehende obere Schatten für einen faden Beigeschmack sorgt, sollten sich Anleger kurzfristig vor allem mit der Unterseite auseinandersetzen. Nach dem Unterschreiten der flach verlaufenden 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1047 USD) besteht auf der Unterseite kaum noch Spielraum ohne dass die Einheitswährung ernsthaften Schaden nimmt. In diesem Zusammenhang ist die Haltezone aus der 38-Perioden-Glättung (akt. bei 1,0991 USD), einer alten Abwärtstrendlinie (akt. bei 1,0972 USD) sowie dem Erholungstrend seit Anfang Dezember (akt. bei 1,0932 USD) eminent wichtig. Schließlich würde ein Abgleiten unter diese Bastion die Tiefpunkte bei rund 1,08 USD wieder ins Blickfeld rücken, ehe Anleger danach sogar ein Wiedersehen mit den Tiefständen des Jahres 2015 bei rund 1,05 USD einkalkulieren müssten.
 
 
  EUR/USD (Daily)  
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„island reversal” entfaltet seine Wirkung
Dem „island reversal“ vom 23. Februar musste die Continental-Aktie gestern Tribut zollen, was die fragile charttechnische Lage des Papiers unterstreicht. Nachdem der Titel bereits Anfang 2016 die Marke von 200 EUR unterschritt, müssen sich Anleger spätestens jetzt mit dem drohenden Distributionsprozess auseinandersetzen (siehe Chart). Einen ersten Anlaufpunkt auf der Unterseite bildet in diesem Kontext das Februartief bei 175,60 EUR. Im Anschluss dürfte es im Bereich der Marke von 171,30 EUR (Tief vom September 2015) ans Eingemachte gehen, denn ein Unterschreiten dieses Levels wäre gleichbedeutend mit dem Abschluss einer großen Toppbildung, aus der sich ein rechnerisches Abschlagspotenzial von rund 60 EUR ableiten ließe. Da im Verlauf des RSI auf Tagesbasis ein gültiger Abwärtstrend vorliegt und beispielsweise der MACD bei monatlicher Berechnungsweise nicht nur „short“ positioniert ist, sondern jüngst auch ein „bullish failure“ ausgeprägt hat, sollte der Druck auf die Nackenlinie des vermeintlichen Doppeltopps hoch bleiben. Diese Einschätzung würden wir erst bei einem Spurt über das jüngste Verlaufshoch bei 191,95 EUR revidieren.
 
 
  Continental (Daily)  
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