| Keine Frage: Der Ölpreis gehört weiterhin zu den spannendsten Chartverläufen überhaupt. Die beiden Tiefpunkte bei gut 26 USD bzw. die markanten Lunten der entsprechenden Wochenkerzen nähren aktuell die Hoffnung, dass das "schwarze Gold" kurzfristig ein zyklisches Tief gesehen hat. Um aus charttechnischer Sicht ein Ausrufezeichen hinter diese These zu setzen, ist eine Rückeroberung der Tiefs von 2008/09 bei 32,40/32,70 USD bzw. eine Rückkehr in die jüngst nach unten verlassene Keilformation (untere Begrenzung akt. bei 32,80 USD) nötig. Gelingt der skizzierte Befreiungsschlag, wäre u. E. der Grundstein für eine technische Aufwärtsreaktion gelegt. Dass der zugrunde liegende Abwärtstrend einen recht hohen Reifegrad aufweist, signalisieren beispielsweise die positiven Divergenzen im Verlauf des RSI und des MACD sowie die im Monatsbereich weit auseinander liegenden Bollinger Bänder. Im Erfolgsfall definiert die obere Keilbegrenzung (akt. bei 39,53 USD) ein erstes markantes Erholungsziel, während sich die technische Ausgangslage des Ölpreises bei einer "bullishen" Auflösung des angesprochenen Kursmusters sogar weiter aufhellen würde. Um die beschriebene Stabilisierung nicht zu gefährden, sollte der Ölpreis nicht mehr unter die genannten Tiefs bei 26 USD zurückfallen. |