DAX® - Erstmals seit April wieder unter 12.000 Punkten
Erstmals seit April wieder unter 12.000 Punkten
Der DAX® muss den negativen Weichenstellungen der letzten Tage weiter Tribut zollen. Zur Erinnerung: Mit dem Rutsch unter die Tiefs vom August bzw. Juni bei 12.121/12.104 Punkten hat das Aktienbarometer ein absteigendes Dreieck nach unten verlassen. Gleichzeitig sorgt das Abgleiten unter die angeführte Zone für ein Ausstiegssignal aus Sicht des Point & Figure-Charts. Als drittes Negativargument ist der Bruch des Aufwärtstrends seit März 2009 (akt. bei 12.078 Punkten) zu werten, der sich gestern verfestigt hat. Per Saldo dürfte der Druck auf die horizontale Haltezone bei 11.800 Punkten hoch bleiben. Dieses Level ist deshalb so wichtig, weil hier die Nackenlinie der drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation der letzten anderthalb Jahre verläuft. Aus der Höhe des beschriebenen absteigenden Dreiecks ergibt sich ein kalkulatorisches Kursziel unterhalb der nächsten Schlüsselmarke von 11.800 Punkten. Da eine abgeschlossene obere Umkehr wiederum ein neues rechnerisches Abschlagspotential von rund 1.800 Punkten aktiviert, würde diese Weichenstellung die charttechnische Schlagseite der deutschen Standardwerte nochmals vergrößern.
DAX® (Daily)

Trendbruch sorgt für neues Störfeuer
Gerade noch rechtzeitig hatten wir im Juni vor einer drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation im Verlauf des Stoxx Europe 600® Automobiles & Parts gewarnt (siehe „Daily Trading“ vom 21. Juni). Inzwischen ist die obere Umkehr längst Realität und mit dem Rutsch unter die 200-Wochen-Linie (akt. bei 555 Punkten) sowie dem Bruch des Basisaufwärtstrends seit März 2009 (akt. bei 545 Punkten) gilt es die nächsten Nackenschläge zu verdauen. Das Abgleiten unter das Tief vom August 2017 (527 Punkte) verschärft die Lage zusätzlich. Wie bereits seinerzeit diskutiert, steigt im übergeordneten Kontext somit das Risiko, dass die kleine Schulter-Kopf-Schulter-Formation gleichzeitig Teil einer größeren Toppbildung ist. Schließlich sind die Kursspitzen vom März 2015 und Januar 2018 (694 bzw. 690 Punkte) nahezu deckungsgleich (siehe Chart). Die nächste Rückzugslinie bilden dabei die verschiedenen Hochs bei rund 500 Punkten, ehe das Tief vom November 2016 bei 465 Punkten in den Fokus rückt. Erst eine Rückeroberung der Widerstandszone aus der o. g. langfristigen Trendlinie und dem 200-Perioden-Durchschnitt würde das angeschlagene Chartbild des Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts verbessern.
Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts (Weekly)

Akute Toppbildungsgefahr – zum Dritten
Seit über einem Jahr läuft die Alibaba-Aktie nun schon seitwärts. Diese Entwicklung schlägt sich in einem Rückfall unter die 38-Wochen-Linie (akt. bei 186,12 USD) sowie einem Bruch des Aufwärtstrends seit Februar 2016 (akt. bei 179,75 USD) nieder. Aus charttechnischer Sicht lassen sich also einige Bremsspuren identifizieren. Deshalb ist es nun zwingend erforderlich die Unterstützungszone aus den verschiedenen Tiefs bei 166/164 USD auf Wochenschlusskursbasis zu verteidigen. Andernfalls müsste die Kursentwicklung des letzten Jahres als obere Umkehr interpretiert werden. Aus der Differenz der beiden Kursspitzen bei 206,20/211,70 USD und der Nackenzone des drohenden Doppeltopps bei rund 165 USD ergibt sich ein rechnerisches Abschlagspotential von gut 40 USD. Dass der Druck auf diese Kernunterstützung aktuell hoch ist, signalisieren beispielsweise die Trendfolger MACD und Aroon, die jeweils „short“ positioniert sind. Selbst auf Monatsbasis hat ersterer gerade ein negatives Schnittmuster generiert. Um die beschriebene Toppbildungsgefahr indes zu bannen, ist ein Sprung über die o. g. Glättungslinie nötig, die fast idealtypisch mit dem Hoch von Ende August (186,50 USD) zusammenfällt.
Alibaba Group ADS (Weekly)

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Der DAX® muss den negativen Weichenstellungen der letzten Tage weiter Tribut zollen. Zur Erinnerung: Mit dem Rutsch unter die Tiefs vom August bzw. Juni bei 12.121/12.104 Punkten hat das Aktienbarometer ein absteigendes Dreieck nach unten verlassen. Gleichzeitig sorgt das Abgleiten unter die angeführte Zone für ein Ausstiegssignal aus Sicht des Point & Figure-Charts. Als drittes Negativargument ist der Bruch des Aufwärtstrends seit März 2009 (akt. bei 12.078 Punkten) zu werten, der sich gestern verfestigt hat. Per Saldo dürfte der Druck auf die horizontale Haltezone bei 11.800 Punkten hoch bleiben. Dieses Level ist deshalb so wichtig, weil hier die Nackenlinie der drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation der letzten anderthalb Jahre verläuft. Aus der Höhe des beschriebenen absteigenden Dreiecks ergibt sich ein kalkulatorisches Kursziel unterhalb der nächsten Schlüsselmarke von 11.800 Punkten. Da eine abgeschlossene obere Umkehr wiederum ein neues rechnerisches Abschlagspotential von rund 1.800 Punkten aktiviert, würde diese Weichenstellung die charttechnische Schlagseite der deutschen Standardwerte nochmals vergrößern.
Trendbruch sorgt für neues Störfeuer
Gerade noch rechtzeitig hatten wir im Juni vor einer drohenden Schulter-Kopf-Schulter-Formation im Verlauf des Stoxx Europe 600® Automobiles & Parts gewarnt (siehe „Daily Trading“ vom 21. Juni). Inzwischen ist die obere Umkehr längst Realität und mit dem Rutsch unter die 200-Wochen-Linie (akt. bei 555 Punkten) sowie dem Bruch des Basisaufwärtstrends seit März 2009 (akt. bei 545 Punkten) gilt es die nächsten Nackenschläge zu verdauen. Das Abgleiten unter das Tief vom August 2017 (527 Punkte) verschärft die Lage zusätzlich. Wie bereits seinerzeit diskutiert, steigt im übergeordneten Kontext somit das Risiko, dass die kleine Schulter-Kopf-Schulter-Formation gleichzeitig Teil einer größeren Toppbildung ist. Schließlich sind die Kursspitzen vom März 2015 und Januar 2018 (694 bzw. 690 Punkte) nahezu deckungsgleich (siehe Chart). Die nächste Rückzugslinie bilden dabei die verschiedenen Hochs bei rund 500 Punkten, ehe das Tief vom November 2016 bei 465 Punkten in den Fokus rückt. Erst eine Rückeroberung der Widerstandszone aus der o. g. langfristigen Trendlinie und dem 200-Perioden-Durchschnitt würde das angeschlagene Chartbild des Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts verbessern.
Akute Toppbildungsgefahr – zum Dritten
Seit über einem Jahr läuft die Alibaba-Aktie nun schon seitwärts. Diese Entwicklung schlägt sich in einem Rückfall unter die 38-Wochen-Linie (akt. bei 186,12 USD) sowie einem Bruch des Aufwärtstrends seit Februar 2016 (akt. bei 179,75 USD) nieder. Aus charttechnischer Sicht lassen sich also einige Bremsspuren identifizieren. Deshalb ist es nun zwingend erforderlich die Unterstützungszone aus den verschiedenen Tiefs bei 166/164 USD auf Wochenschlusskursbasis zu verteidigen. Andernfalls müsste die Kursentwicklung des letzten Jahres als obere Umkehr interpretiert werden. Aus der Differenz der beiden Kursspitzen bei 206,20/211,70 USD und der Nackenzone des drohenden Doppeltopps bei rund 165 USD ergibt sich ein rechnerisches Abschlagspotential von gut 40 USD. Dass der Druck auf diese Kernunterstützung aktuell hoch ist, signalisieren beispielsweise die Trendfolger MACD und Aroon, die jeweils „short“ positioniert sind. Selbst auf Monatsbasis hat ersterer gerade ein negatives Schnittmuster generiert. Um die beschriebene Toppbildungsgefahr indes zu bannen, ist ein Sprung über die o. g. Glättungslinie nötig, die fast idealtypisch mit dem Hoch von Ende August (186,50 USD) zusammenfällt.
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