DAX® - Kein Boden in Sicht
Kein Boden in Sicht
Ein erneuter Schwächeanfall am Nachmittag sorgte gestern beim DAX® für ein weiteres Verlaufstief (11.167 Punkte). Der Abgabedruck zum Handelsende hinterlässt unverändert einen faden Beigeschmack und signalisiert, dass das Aktienbarometer (bisher) noch kein neues Marktgleichgewicht gefunden hat. Übergeordnet lastet weiterhin die abgeschlossene Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit einem rechnerischen Abschlagspotential von rund 1.800 Punkten – gerechnet von der Nackenzone der oberen Umkehr bei rund 11.800 Punkten – auf den deutschen Standardwerten. Auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Rückschlagpotentials springt die Kurslücke vom Dezember 2016 bei 10.874/10.786 Punkten ins Auge. Dieses Gap harmoniert zum einen bestens mit den verschiedenen Hochpunkten bei gut 10.800 Punkten und zum anderen weist auch der Point & Figure-Chart auf diesem Niveau eine wichtige Unterstützung für den DAX® aus. Vorher scheinen die Parallele (akt. bei 11.169 Punkten) zum Abwärtstrend seit Ende Januar sowie die 50%-Korrektur des Aufwärtsimpulses seit Februar 2016 die laufende Baissebewegung nicht wirklich stoppen zu können.
DAX® (Daily)

200-Tages-Linie als Taktgeber
Die Haltezone aus den Tiefpunkten des 1. Halbjahres 2018 zwischen 157,61 und 156,88 hat sich Anfang Oktober erneut als solide Unterstützung für den Euro-BUND-Future erwiesen. Der anschließende Erholungsimpuls hievte das Rentenbarometer wieder über die Marke von 160 – und somit auch über eine alte Abwärtstrendlinie (siehe Chart). Ein wichtiger Lackmustest für die beschriebene Aufwärtsbewegung steht nun im Bereich der 200-Tages-Linie (akt. bei 160,13) an. Aus charttechnischer Sicht ringt der Zinsfuture derzeit also mit einer wichtigen Hürde, die gleichzeitig als Taktgeber fungieren dürfte. Gelingt die nachhaltige Rückeroberung der langfristigen Glättungslinie, winkt zumindest ein teilweises Schließen der großen Abwärtskurslücke aus dem jüngsten Verkettungstermin von Anfang September. Dieses Rollover-Gap erstreckt sich von 160,43 bis 162,45. Danach markieren die Jahreshochs bei rund 164 die nächste nennenswerte Barriere. Hoffnungen auf einen erfolgreichen Sprung über die 200-Tages-Linie wecken aktuell die quantitativen Indikatoren (z. B. RSI, MACD), die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Als Absicherung bieten sich indes die Tiefs vom November 2016 und März 2017 bei 159,14 bzw. 158,73 an.
Euro-BUND-Future (Daily)

Frühwarnsystem RSI
Seit dem Rekordhoch von Ende September bei 2.941 Punkten kam es auch beim S&P 500® zu deutlichen Gewinnmitnahmen, die sich gestern nochmals verschärft haben. Aufgrund diverser negativer Weichenstellungen drängt sich aktuell allerdings die Frage auf, ob die jüngsten Kursverluste erst den Auftakt markieren. Als Belastungsfaktoren interpretieren wir den Bruch des steilen Aufwärtstrends seit Februar 2016 (akt. bei 2.774 Punkten) bzw. das jüngste Candlestickmuster. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird für den Monat Oktober ein sog. „bearish engulfing“ zu Buche stehen. In diesem Umfeld würde ein nachhaltiger Rückfall in den Basishaussetrendkanal seit März 2009 (obere Begrenzung akt. bei 2.699 Punkten) für ein weiteres Schwächeindiz sorgen. Hilfreich ist dabei der Blick auf den RSI. Nach dem Bruch eines Aufwärtstrends liegt im Verlauf des Oszillators zudem eine abgeschlossene Toppbildung vor. Solche Trendbrüche bzw. Indikatorformationen sind oft Vorboten der äquivalenten (negativen) Weichenstellungen im eigentlichen Chartverlauf. Bei einem Rückfall in den angeführten Aufwärtstrendkanal definieren die Tiefs vom April und Februar die nächste Haltezone bei 2.555/2.533 Punkten.
S&P 500® (Monthly)

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Ein erneuter Schwächeanfall am Nachmittag sorgte gestern beim DAX® für ein weiteres Verlaufstief (11.167 Punkte). Der Abgabedruck zum Handelsende hinterlässt unverändert einen faden Beigeschmack und signalisiert, dass das Aktienbarometer (bisher) noch kein neues Marktgleichgewicht gefunden hat. Übergeordnet lastet weiterhin die abgeschlossene Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit einem rechnerischen Abschlagspotential von rund 1.800 Punkten – gerechnet von der Nackenzone der oberen Umkehr bei rund 11.800 Punkten – auf den deutschen Standardwerten. Auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Rückschlagpotentials springt die Kurslücke vom Dezember 2016 bei 10.874/10.786 Punkten ins Auge. Dieses Gap harmoniert zum einen bestens mit den verschiedenen Hochpunkten bei gut 10.800 Punkten und zum anderen weist auch der Point & Figure-Chart auf diesem Niveau eine wichtige Unterstützung für den DAX® aus. Vorher scheinen die Parallele (akt. bei 11.169 Punkten) zum Abwärtstrend seit Ende Januar sowie die 50%-Korrektur des Aufwärtsimpulses seit Februar 2016 die laufende Baissebewegung nicht wirklich stoppen zu können.
200-Tages-Linie als Taktgeber
Die Haltezone aus den Tiefpunkten des 1. Halbjahres 2018 zwischen 157,61 und 156,88 hat sich Anfang Oktober erneut als solide Unterstützung für den Euro-BUND-Future erwiesen. Der anschließende Erholungsimpuls hievte das Rentenbarometer wieder über die Marke von 160 – und somit auch über eine alte Abwärtstrendlinie (siehe Chart). Ein wichtiger Lackmustest für die beschriebene Aufwärtsbewegung steht nun im Bereich der 200-Tages-Linie (akt. bei 160,13) an. Aus charttechnischer Sicht ringt der Zinsfuture derzeit also mit einer wichtigen Hürde, die gleichzeitig als Taktgeber fungieren dürfte. Gelingt die nachhaltige Rückeroberung der langfristigen Glättungslinie, winkt zumindest ein teilweises Schließen der großen Abwärtskurslücke aus dem jüngsten Verkettungstermin von Anfang September. Dieses Rollover-Gap erstreckt sich von 160,43 bis 162,45. Danach markieren die Jahreshochs bei rund 164 die nächste nennenswerte Barriere. Hoffnungen auf einen erfolgreichen Sprung über die 200-Tages-Linie wecken aktuell die quantitativen Indikatoren (z. B. RSI, MACD), die jeweils freundlich zu interpretieren sind. Als Absicherung bieten sich indes die Tiefs vom November 2016 und März 2017 bei 159,14 bzw. 158,73 an.
Frühwarnsystem RSI
Seit dem Rekordhoch von Ende September bei 2.941 Punkten kam es auch beim S&P 500® zu deutlichen Gewinnmitnahmen, die sich gestern nochmals verschärft haben. Aufgrund diverser negativer Weichenstellungen drängt sich aktuell allerdings die Frage auf, ob die jüngsten Kursverluste erst den Auftakt markieren. Als Belastungsfaktoren interpretieren wir den Bruch des steilen Aufwärtstrends seit Februar 2016 (akt. bei 2.774 Punkten) bzw. das jüngste Candlestickmuster. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird für den Monat Oktober ein sog. „bearish engulfing“ zu Buche stehen. In diesem Umfeld würde ein nachhaltiger Rückfall in den Basishaussetrendkanal seit März 2009 (obere Begrenzung akt. bei 2.699 Punkten) für ein weiteres Schwächeindiz sorgen. Hilfreich ist dabei der Blick auf den RSI. Nach dem Bruch eines Aufwärtstrends liegt im Verlauf des Oszillators zudem eine abgeschlossene Toppbildung vor. Solche Trendbrüche bzw. Indikatorformationen sind oft Vorboten der äquivalenten (negativen) Weichenstellungen im eigentlichen Chartverlauf. Bei einem Rückfall in den angeführten Aufwärtstrendkanal definieren die Tiefs vom April und Februar die nächste Haltezone bei 2.555/2.533 Punkten.
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