| „swing low“ lässt hoffen |
| Seit dem Scheitern an den historischen Hochständen aus dem April 2015 bei 12.391 Punkten befindet sich der DAX® in einer korrektiven Phase. Dabei sucht das Aktienbarometer aktuell nach Orientierung, was sich an den jüngsten beiden „dojis“ festmachen lässt. D. h. an den letzten beiden Handelstagen lagen Eröffnungs- und Schlusskurs jeweils dicht beieinander. Unter dem Strich scheint der Markt die von uns zuletzt mehrfach angeführte Haltezone aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 12.053 Punkten) und dem Aufwärtsgap von Ende März (12.045 zu 11.996 Punkten) tatsächlich als solche wahrzunehmen. Solange die deutschen Standardwerte diese Bastion nicht preisgeben müssen, betonen wir den konstruktiven Charakter des jüngsten Luftholens, zumal das Tief von vorgestern (12.050 Punkte) ein sog. „swing low“ darstellt. Dieses Muster markiert häufig zumindest kurzfristige Marktwendepunkte, was zum Phänomen „Gründonnerstagsrally“ passt. Vor diesem Hintergrund würde ein Anstieg über die beiden Hochs bei 12.243/47 Punkten die jüngste Verschnaufpause möglicherweise bereits wieder beenden. Für den ganz großen Befreiungsschlag ist allerdings unverändert ein Sprung über die Hochs bei 12.376/91 Punkten vonnöten. |
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DAX® (Daily) |
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| Hohe Hürden voraus |
| Seit Mitte März befindet sich der Euro-BUND-Future im Rally-Modus. Ob die Aufwärtsbewegung dabei so munter wie bisher weitergeht, dürfte sich in Kürze zeigen. Schließlich steuert das Rentenbarometer unmittelbar auf eine massive Widerstandszone zu. Diese speist sich aus dem ehemaligen Aufwärtstrend seit Ende 2016 (akt. bei 163,55), der 50%-Korrektur des gesamten Abwärtsimpulses seit dem Allzeithoch (163,80), der 200-Tages-Linie (akt. bei 163,81) und der oberen Kante der durch den Wechsel auf den Junikontrakt entstandenen Kurslücke bei 163,81. Gelingt der Sprung über diese beachtenswerten Hürden, dürften die Rentenmarktbullen ihre Tücher zunächst im Trockenen haben und es winken weitere Anschlussgewinne bis in den Bereich der horizontalen Widerstände bei rund 166,50. Eine Fortsetzung der jüngsten Erholung wird allerdings alles andere als ein Selbstläufer. Bei einem Scheitern an den diskutierten Hürden, müssen Anleger vielmehr Kursverluste einkalkulieren. Aber erst unterhalb der Tiefpunkte vom November 2016 (159,14) und März 2017 (158,73) würde es für den Euro-BUND-Future heikel in Form einer abgeschlossenen Toppbildung. Per Saldo steht der Renten-Future aktuell vor wichtigen Widerständen und die Risiken auf der Unterseite sind nicht zu vernachlässigen. |
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Euro-BUND-Future (Daily) |
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| Pullback als 2. Chance |
| Rückschläge an charttechnisch bedeutende Unterstützungen bieten Anlegern oftmals interessante Einstiegsgelegenheiten. Regelmäßig ist das Chance-Risiko-Verhältnis dabei sogar besser als zum Zeitpunkt des eigentlichen Ausbruchs. Ein nahezu lehrbuchmäßiges Beispiel für diese These gibt aktuell die Morphosys-Aktie ab, bei der es in der letzten Woche zu einem Pullback an die massive Haltezone aus dem ehemaligen Abwärtstrend seit Dezember 2014 (akt. bei 52,05 EUR), einem Fibonnaci-Level (51,58 EUR) und den horizontalen Unterstützungen bei gut 50 EUR kam. Dass der Markt die angeführte Bastion tatsächlich als solche wahrnimmt, dokumentiert das „Hammer“-Umkehrmuster in der letzten Woche. Dank dieser Entwicklung steigen die Chancen, dass die Verschnaufpause seit Mitte März bereits ein Ende gefunden hat. Vielmehr sollte das Papier wieder Kurs auf die Hürden bei rund 60 EUR nehmen, wo im Zusammenspiel mit zwei unterschiedlichen Fibonacci-Retracements (60,13/29 EUR) eine wichtige Kumulationszone entsteht. Jenseits dieser Hürden würden sich die charttechnischen Perspektiven des Papiers weiter verbessern. Als Stopp bietet sich das jüngste Wochentief bei 49,63 EUR an. |
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MorphoSys (Weekly) |
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