14.01.2016 17:06
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Devisen weekly: Euro und Yen stabil

Im Umfeld schwacher Aktienmärkte bleiben Yen und Euro stabil, während der Dollar von den guten US-Daten unbeeindruckt bleibt.

EUR/USD blieb in dieser Woche per Saldo nahezu unverändert und steht derzeit bei 1,086. Der Kurs legte am 8.1. trotz der Publikation starker US-Beschäftigungszahlen (+292.000, erwartet wurden 200.000) zwischenzeitlich auf über 1,09 zu. Der überraschend hohe Anstieg löste aufgrund der Furcht vor einem baldigen zweiten Zinsschritt eine Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten aus. Dies stütze den Euro aufgrund seiner „Carry-Trade“-Funktion. In der Eurozone enttäuschte die Industrieproduktion im November (-0,7% mom, erwartet: -0,3%), allerdings sank die Arbeitslosenquote auf 10,5% - etwas schneller als erwartet (10,7%). Von der Sitzung der EZB am nächsten Donnerstag erwarten wir keine geldpolitischen Entscheidungen, wohl aber eine neue Einschätzung über die Inflationsentwicklung in der Eurozone (Stichwort: Ölpreis) und eine verschärfte Rhetorik in Richtung neuerlicher monetärer Lockerung. Wir sehen den EUR/USD in der kommenden Woche daher weiterhin bei etwa 1,08.

Aufgrund schwacher britischer Konjunkturzahlen nahm EUR/GBP im Vergleich zur Vorwoche von 0,739 auf 0,754 deutlich zu. Zum einen ist die Industrieproduktion Großbritanniens um 0,7% im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Als Ursache dafür lassen sich u.a. der milde Winter und eine entsprechend niedrige Energienachfrage feststellen. Zum anderen ist das Handelsbilanzdefizit mit 3,17 Mrd. GBP zwar von 4,14 Mrd. GBP im Vormonat gesunken, aber dennoch deutlich größer als die erwarteten 2,70 Mrd. GBP. Das immer noch starke Pfund und die schwache Nachfrage im Euroraum machen den britischen Exporten zu schaffen. Die Exporte würden leiden, wenn das EU-Referendum, das neuesten Spekulationen zufolge schon in diesem Sommer stattfinden könnte, zu einem Ende der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens führt. Daher beließ die Bank of England ihren Leitzins vorerst bei einem Rekordtief von 0,5%. Für die nächste Woche erwarten wir EUR/GBP zwischen 0,75 und 0,77.

USD/JPY fiel im Wochenverlauf zunächst auf bis zu 116,72, was einer Aufwertung des Yen um 1,5% entspricht, stieg dann allerdings wieder auf den Vorwochenwert von 118. Das Abtauchen unter 117 USD/JPY stand – etwas überraschend – im Zusammenhang mit dem „Flash Crash“ beim südafrikanischen Rand, der innerhalb von wenigen Minuten 9% verlor. Berichten zufolge hatten Anleger in den Rand investiert, die sich mit JPY-Krediten finanziert hatten. Der USD/JPY blieb letztlich auf einem relativ niedrigen Niveau, da trotz Stabilisierungsbemühungen der chinesische Aktienmarkt nachgab. Geldpolitisch stehen die Zeichen für den JPY jedoch eher auf Abwertung, denn das schwache Wachstum der Geldmenge M2 und M3 sowie enttäuschende Maschinenaufträge könnten die Bank of Japan dazu veranlassen QE erneut auszuweiten. Außerdem suggerieren die starken US-Arbeitsmarktzahlen, dass die Fed ihren Straffungskurs wie geplant verfolgen wird, was den JPY ebenfalls schwächen sollte. Wir sehen USD/JPY in der kommenden Woche zwischen 118 und 120.


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