17.09.2015 12:27
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Devisen weekly: US-Dollar dürfte nach erwarteter Leitzinserhöhung gegenüber Euro und Yen auf die Überholspur wechseln

EUR/USD ist in der Berichtswoche per Saldo nur wenig von der Stelle gekommen und rangiert derzeit bei 1,130. Da sich das Interesse der Märkte auf den Zinsentscheid der Fed richtete, spielten die fundamentalen Daten keine entscheidende Rolle. Dabei konnte die Eurozone mit einem unerwartet hohen Zuwachs bei der Industrieproduktion mehr überzeugen, als die Daten aus den Vereinigten Staaten. Hier standen enttäuschenden Werten von Industrieproduktion und Verbrauchervertrauen solide Zuwächse bei den Einzelhandelsumsätzen und beim NAHB-Häuserpreisindex gegen-über. Wir gehen von einer Leitzinserhöhung der US-Notenbank am 17.9. aus und sehen den EUR/USD-Kurs kommende Woche deutlich tiefer in Richtung 1,10.

EUR/GBP hat in den vergangenen Tagen zwischenzeitliche Kursgewinne wieder ab-gegeben und liegt aktuell bei 0,729. Der Sterling profitierte vom robusten Arbeitsmarkt. Die durchschnittlichen Wochenlöhne stiegen etwas über Erwarten um 2,9% yoy und die Arbeitslosenquote sank von 5,6% auf 5,5%. Belastungen kamen jedoch von Seiten der Bank of England (BoE). In ihrem Protokoll verwiesen die Notenbanker auf anhaltende globale Wachstumsrisiken, die eine „materielle“ Veränderung des Ausblicks derzeit nicht erlaubten. Für eine weitere Zurückhaltung der BoE in Hin-blick auf eine Straffung der Geldpolitik spricht der nachlassende Inflationsdruck. So sank die Kernrate im August von 1,2% auf 1,0% und entfernte sich damit ein weiteres Stück vom Inflationsziel von 2,0%. Wir erwarten EUR/GBP in der nächsten Woche in einer Bandbreite zwischen 0,725 und 0,735.

Das Währungspaar USD/JPY tritt auf der Stelle und schloss im Vergleich zur Vorwoche praktisch unverändert bei 120,9. Die Herabstufung Japans durch Standard & Poor‘s (S&P) von AA- auf A+ hatte kaum eine Kursreaktion zur Folge. Als Gründe nannte S&P die ungelöste Schuldenfrage (die japanischen Staatsschulden betragen nach S&P rund 250% vom BIP), die anhaltende Deflation und die alternde Bevölkerung. Optimismus verbreitete dagegen die Bank of Japan (BoJ). Ihr Präsident Kuroda sieht die Wirtschaft Japans auf einem moderaten Erholungskurs. Die Industrieproduktion des Monats Juli konnte dies allerdings nicht bestätigen. Sie fiel um 0,8% mom zurück. Angesichts der von uns erwarteten Leitzinswende in den USA rechnen wir in den kommenden Tagen bei USD/JPY mit einem Anstieg über die Marke von 122.



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