Sicherheit vor Rendite

Autor: Hussam Masri

Werbung. Höhere Zinsen? Sie existieren zumindest im Wortschatz der Europäischen Zentralbank (EZB) immer noch. Zinsanleger müssen sich aber gedulden. Notenbankchefin Christine Lagarde machte nach der EZB-Sitzung vergangene Woche deutlich, dass die EZB eine Leitzinserhöhung erst dann in Erwägung zieht, wenn das Anleihekaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) beendet ist. Und das soll noch mindestens bis Ende März 2022 laufen, bei Bedarf auch länger. Oberste Priorität der Notenbank ist derzeit die Liquiditätsversorgung der Wirtschaft, um die Konjunktur zu unterstützen. Einen Zinsschritt der EZB erwarten Konjunkturexperten daher frühestens 2023. 

Aber wie können Anleger die Zeit gut überbrücken, bis sie wieder mit höheren Zinsen rechnen können? Eine Möglichkeit für Investoren, die „Parkplätze“ für ihr Kapital suchen, sind Aktienanleihen mit defensiven Ausgestaltungen und überschaubaren Laufzeiten. Sie können in der aktuellen Nullzinslage eine Alternative zu klassischen Zinsanlagen sein.   Dabei stellen sie in Aussicht, dass sich Anleger nach der Rückzahlung in einem hoffentlich attraktiveren Zinsumfeld neu positionieren können.

Aktienanleihen bieten eine feste Verzinsung unabhängig von der Entwicklung des jeweiligen Basiswerts und werden bei Fälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt, wenn der Basiswertkurs am Laufzeitende eine bestimmte Schwelle, den sogenannten Basispreis, nicht unterschreitet. Bei Unterschreiten der Schwelle drohen Verluste. Wird also die Schwelle sehr weit vom aktuellen Kursniveau entfernt gewählt, weist das Papier dadurch einen hohen Risikopuffer auf. Ein Aspekt, auf den vor allem sicherheitsorientierte Anleger achten sollten.

Drei Aktienanleihen im Detail

Dazu drei Beispiele, bei denen die Sicherheit des Investments stärker im Fokus steht als eine hohe Rendite. Basiswert der Aktienanleihen ist jeweils der EURO STOXX 50, der noch immer deutlich unter seinen Rekordständen notiert, während andere Leitindizes wie der DAX oder S&P500 sich nahe am Allzeithoch bewegen oder gar neue Rekordmarken erklimmen.

Die DekaBank 0,25 % Aktienanleihe 05/2022 bezogen auf den EURO STOXX 50® mit Lieferwert (WKN DK00H1) ist mit einem Basispreis von 70 Prozent des Startwerts ausgestattet. Bei der DekaBank 0,25 % Aktienanleihe 05/2023 bezogen auf den EURO STOXX 50® mit Lieferwert (WKN DK00H2) liegt der Basispreis bei 58 Prozent des Startwerts und bei der DekaBank 0,25 % Aktienanleihe 05/2024 bezogen auf den EURO STOXX 50® mit Lieferwert (WKN DK00H3) bei 51 Prozent des Startwerts.

Die Zinszahlung der defensiven Aktienanleihen ist mit 0,25 Prozent p.a. bei allen drei Papieren identisch, lediglich Laufzeit und Risikopuffer sind unterschiedlich. Bei einer Laufzeit von einem Jahr beträgt der Risikopuffer 30 Prozent, bei einer Laufzeit von zwei Jahren 42 Prozent und bei drei Jahren Laufzeit liegt er bei 49 Prozent.

Alle drei Aktienanleihen bieten die Besonderheit einer Rückzahlungsmöglichkeit durch die Übertragung von Anteilen am Deka EURO STOXX 50® UCITS ETF (ISIN: DE000ETFL029) zum reduzierten Basispreis, falls der Basiswert am jeweiligen Bewertungstag unter dem entsprechenden Basispreis notiert. Sollten die Kurse also stärker als erwartet fallen, ermöglicht dies, temporäre Kursrückgänge auszusitzen und an möglichen künftigen Kursanstiegen zu partizipieren. Gegenüber dem aktuellen Niveau bedeutet dies aber auch zusätzlich einen günstigeren Einstieg in den Aktienmarkt.

Ein Tipp am Rande: Wer unsicher ist und sich nicht auf eine Laufzeit festlegen will, kann seine Anlagesumme auch auf zwei oder alle drei Papiere verteilen. Ein „Laufzeitenmix“ hat den Vorteil einer besseren Diversifikation, da sowohl die Rückzahlungstermine gestaffelt, als auch die Risikopuffer unterschiedlich hoch sind.

Liegt der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende unter dem jeweiligen Basispreis, werden die Aktienanleihen durch Lieferung von Anteilen am Deka EURO STOXX 50® UCITS ETF zurückgezahlt. Der Gegenwert der Rückzahlung ist in diesem Fall geringer als der Nennbetrag. Auch nehmen Anleger nicht an einer positiven Entwicklung des Basiswerts teil. Zudem unterliegen die Aktienanleihen wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.

Die Zeichnung läuft einheitlich vom 03.05.2021 bis 21.05.2021, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

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Hussam Masri zeichnet als Bereichsleiter Private Banking und Produktmanagement der Deka-Gruppe für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte, Zertifikate sowie für das Private Banking verantwortlich.


 

Quelle

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen-Finanzgruppe. Als zentraler Dienstleister bündelt sie Kompetenzen in Asset Management und Bankgeschäft - als Vermögensverwalter, Finanzierer, Emittent, Strukturierer und Depotbank.

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