14.03.2023 09:07

LBBW Kapitalmärkte Daily: Zinserhöhungen gehen weiter

Sofortmaßnahmen zur Beruhigung

Sofortmaßnahmen zur Beruhigung

Die Turbulenzen am Kapitalmarkt nach der Insolvenz der speziell aufgestellten US-Bank SVB (Sillicon Valley Bank) setzten sich zum Wochenauftakt an den europäischen Börsen fort. Nach Krisentreffen des US-Präsidenten mit den US-Bankenaufsichtsbehörden wurden gestern wichtige Maßnahmen verkündet, um die Schäden zu begrenzen. Alle Kunden sollen ihre Einlagen bei der SVB voll-ständig ausgezahlt bekommen, selbst wenn diese nicht abgesichert waren. Zudem legt die US-Notenbank Fed ein Programm für Überbrückungskredite an Banken auf, bei dem auch Staatsanleihen mit dem Nominalwert als Sicherheiten hinterlegt werden können. Mögliche unerwartete Auszahlungswünsche der Kunden können so ohne Belastung des eigenen Kernkapitals bedient werden. Ebenso können Notverkäufe mit hohen Verlustrealisierungen bei Staatsanleihen vermieden werden. Die Aktienmärkte in den USA beruhigten sich daraufhin erstmal.

Weitere Fragen zur SVB-Pleite?

Weitere Fragen zur SVB-Pleite?

Auch unser Research-Team hat sich bereits intensiv mit Fragen zu möglichen Auswirkungen der Turbulenzen rund um die SVB-Pleite beschäftigt. Gestern haben wir neben einem Financials-Blickpunkt ("Banken Europa und die Pleite der Silicon Valley Bank") auch einen umfassenden Kapitalmärkte-Blickpunkt veröffentlicht ("Turbulenzen um die Silicon Valley Bank"). Dort finden Sie Hintergründe zu der Insolvenz der US-Bank sowie weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen, wie z.B.: Ist die Situation mit der "Lehman"-Pleite vergleichbar? + Rücken die Notenbanken von ihren geldpolitischen Straffungsplänen ab? + Wird die US-Wirtschaft nun in eine Rezession abstürzen? + Was erwartet das LBBW Research in diesem Umfeld für die Aktienmärkte? + Werden sich die Risikospreads nun wieder stark ausweiten? + Welche Effekte sind durch die Insolvenz der Silicon Valley Bank auf den Krypto-Sektor zu erwarten?

Heute US-Inflationsdaten

Heute US-Inflationsdaten

Heute werden die ursprünglich mit Spannung erwarteten Daten zur US-Inflation veröffentlicht. Der Konsumentenpreisindex dürfte laut unseren Erwartungen im Februar nochmals gegenüber dem Vormonat um 0,4% gestiegen sein, nach einem Anstieg um 0,5% im Januar. Die US-Notenbank achtet bei ihrer Zinspolitik genau auf die Inflationsentwicklung. Allerdings können die Turbulenzen um die SVB-Pleite die Fed beeinflussen und werden auch heute wieder im Fokus der Märkte stehen. Nebenbei läuft die Berichtssaison der Unternehmen weiter, in der heute u. a. VW die Jahreszahlen vorstellt.



Wichtige Hinweise

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Herausgeber

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